Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schott stellt neue optische Faser für erbiumdotierte Faser-Verstärker vor

14.03.2002


Das internationale Technologieunternehmen Schott stellt auf der Optical Fiber Communication Conference (OFC) vom 17. bis 22. März in Anaheim, Kalifornien erstmals eine neue erbiumdotierte Breitband-Faser vor. Die neue Faser basiert auf dem von Schott jüngst entwickelten Kompakt-Oxidglas und wird eine um bis zu 50% größere Bandbreite bieten. Da sie zugleich erheblich weniger Platz beansprucht, gestattet sie die Konstruktion kompakterer Verstärker- und Telekommunikationskomponenten. Mit diesem neuen Verstärkungsmedium erweitert Schott seine erfolgreiche Produktpalette erbiumdotierter Phosphatgläser für planare Lichtwellenleiter-Verstärker.

Das neue Verstärker-Glasmaterial erlaubt eine erhebliche Verkürzung der Faserlängen. So können die Faserlängen eines C-Band-Verstärkers von 15m auf nur 15cm verkürzt werden. Aufgrund dieser neuen Längen-Benchmarks ist es möglich, kleinere, Platz sparende Komponenten zu bauen und so eine signifikante Reduzierung der Gesamtsystemstruktur und Montagekosten zu erreichen.

Mit dem neuen Material werden im C- und L-Band breitere Verstärkungsspektren erreicht. Im C-Band nutzt die Faser von Schott ein um bis zu 50% breiteres Verstärkungsspektrum im Vergleich zu konventionellen Silikat-Verstärkungsmedien. Bei einem L-Band-Verstärker ist eine effiziente Verstärkung zwischen 1560nm und 1615nm erzielbar. In beiden Fällen wird das Verstärkungsspektrum optimiert, um eine möglichst flache Verstärkungskurve zu erreichen und den Filterungsaufwand zu reduzieren. Infolge des daher geringeren Pumpenergiebedarfs sind deutliche Kosteneinsparungen zu erwarten.

Eigenschaften des speziellen Oxidglases Die neue Faser von Schott basiert auf Silikatglas und ist hinsichtlich ihrer mechanischen Festigkeit und Langzeitbeständigkeit anderen nicht-silikathaltigen Verstärkungsfasern (z.B. aus Tellurit- oder Fluoridglas) überlegen. Schott nimmt damit die Bedenken der Telekommunikationsbranche bezüglich der Zuverlässigkeit von optischen Komponenten mit dem neuen Material ernst. Die Langzeitbeständigkeit ist eine notwendige Voraussetzung für den Einsatz in optischen Netzwerken.

„Unser Unternehmen ist für seine zukunftsorientierten Innovationen bekannt. Diese Produktentwicklung ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir in der Lage sind, neue Materialien und Produkte anzubieten, die unseren Kunden unmittelbar signifikante Leistungssteigerungen und Kosteneinsparungen bringen“, erklärte Dr. Roland Langfeld, zuständig für Forschung und Technologieentwicklung des Schott Konzerns.

Angesichts der Nachfrage nach kosteneffizienteren Lösungen in der breitbandigen Telekommunikation wird Schott einen ausgewählten Kundenkreis mit der neuen Verstärkungsfaser bemustern. Die neue optische Faser wird somit die Optionen der Kunden bei der Auswahl kompakter, breitbandiger Optischer Verstärker erheblich erweitern und verbessern.

| Chemie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter
23.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Materialwissenschaft: Widerstand wächst auch im Vakuum
22.06.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften