Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäisches Zentrum für Elastomerpulver stärkt werkstoffliches Recycling von Elastomeren

05.02.2007
In der Vergangenheit bestenfalls als kostengünstige Werkstoffe für Sekundärprodukte genutzt, werden pulver- und granulatförmige Elastomere zunehmend als hochwertige Rohstoffe und Komponenten neuer Werkstoffe erkannt.

Ziel des in der Willicher Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT entstehenden Europäischen Zentrums für Elastomerpulver (euCEP) ist es, die Wertschöpfung beim werkstofflichen Recycling von Elastomeren zu optimieren.

Von Profilen, Dichtungsringen und Gummimatten sind technische und sonstige Elastomere (TSE), auch als Gummi bezeichnet, altbekannt. Neuer sind die Entwicklungen im werkstofflichen TSE-Recycling, die zu einer gesteigerten Wertschöpfung tendieren. Von ehemals kostengünstigen Rezyklaten für minderwertige Produkte mausern sich pulver- und granulatförmige Elastomere zu funktionalen Additiven, die sich ebenso zur Modifizierung von Duromeren, Thermoplasten, Lacken, Farben und Pulverbeschichtungen wie zur Entwicklung qualitativ hochwertiger neuer Anwendungen eignen.

Mit dem Ziel, ein Europäisches Zentrum für Elastomerpulver (euCEP) aufzubauen, in dem das werkstoffliche TSE-Recycling und vor allem die Anwendung der Elastomerpulver industrienah erforscht werden, haben sich die Fachhochschule Fontys, Venlo und Fraunhofer UMSICHT, Willich, mit zwei Industrieverbänden zusammengeschlossen. Das Projekt umfasst die Erfassung und Katalogisierung von Gummiresten aus Produktionsabfällen (zunächst für die Niederlande und Deutschland), die Entwicklung von Logistikkonzepten zur qualitätssichernden, sortenreinen Sammlung der Gummireste sowie den Aufbau einer Zerkleinerungsanlage zur Herstellung von Gummipulvern und -granulaten. Diese werden nach physikalischer und chemischer Charakterisierung als funktionale Additive zur Entwicklung neuer oder Modifizierung bestehender Werkstoffe eingesetzt.

Kontakt:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Geschäftsfeld Spezialwerkstoffe
Dipl.-Ing. Holger Wack
Tel.: +49 208 8598 1121
holger.wack@umsicht.fraunhofer.de

Holger Wack | NeMa
Weitere Informationen:
http://www.umsicht.fraunhofer.de
http://www.neuematerialien.de

Weitere Berichte zu: Elastomer Elastomerpulver Recycling

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung
14.12.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Warum Teige an Oberflächen kleben
14.12.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten