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Wenn sich der neue Mega Airbus A 380 in die Lüfte erhebt, dann ist auch Bayreuther Know-How beteiligt. Genau genommen geht es um die Legierung LEK94 ("Leichte Einkristall- Legierung"), die in den Turbinenschaufeln verwendet wird und mit deren Entwicklung bereits 1994 begonnen wurde.. Inhaber des Patentes dieser Legierung für USA, Canada, Japan und Europa sind Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel (Lehrstuhl Metallische Werkstoffe - Bild), seine frühere Mitarbeiterin Dr.-Ing. Silke Wöllmer sowie Dr.-Ing. Thomas Mack und Dr.-Ing. Jürgen Wortmann von MTU Aero Engines in München. Die MTU liefert ca. ¼ der Komponenten für das Triebwerk vom Typ GP7000, welches in einer Allianz von den beiden US-Konzernen General Electric und Pratt & Whitney erstellt wird.
Nach Durchlaufen des Zulassungsverfahrens kommt dieser neue Werkstoff bei der ansonst sehr konservativen Turbinenindustrie nach einer Entwicklungs- und Erprobungszeit von nur 12 Jahren in rekordverdächtiger Zeit zum Einsatz.
Verwendet wird der Werkstoff für Turbinenschaufeln, die mit bis zu 14.000 Umdrehungen pro Minute bei Temperaturen bis zu 1100°C eingesetzt werden. Dabei entstehen allein durch das Eigengewicht der Schaufel und die damit verbundenen Fliehkräfte sehr hohe Spannungen im Material. Diese führen dazu, dass die Schaufel im Laufe der Zeit geringfügig länger wird. Bei der neuen Legierung wurde die Dichte des Werkstoffs abgesenkt, wobei die Hochtemperatureigenschaften auf ihrem sehr hohen Niveau beibehalten wurden. Dies wurde ermöglicht, indem ein optimaler Anteil der Elemente Wolfram (W) und Rhenium (Re) verwendet wird. Beide Elemente wirken sich bei Anteilen von jeweils 2-3% günstig auf die Hochtemperatureigenschaften aus, erhöhen jedoch deutlich die Dichte des Materials und damit das Gewicht der Bauteile.
Durch die verringerte Dichte des Werkstoffs LEK94 verringern sich die auf den Schaufelfuß wirkenden Fliehkräfte. Somit ermöglicht der optimierte Werkstoff LEK94 eine Reduktion des Gewichtes der Turbinenschaufel im Vergleich zu den bisher verwendeten Werkstoffen um immerhin 7%. Da die Lebensdauer exponential von der Dichte abhängt, bedeutet dies eine Steigerung der Lebensdauer um mehr als 30%.
Schnittzeichnung durch das GP7000 Triebwerk. Der LEK94 kommt in der Hochdruckturbine nach der Brennkammer zum Einsatz.
Durch diese und viele weitere Maßnahmen ist das neue GP7000 Triebwerk leiser, günstiger im Kraftstoffverbrauch und etwa 1.000 kg leichter als die bisher verwendeten Triebwerke. In der zivilen Luftfahrt wird, anders als beim Automobil, das Flugzeug in der Regel ohne Triebwerke gekauft. Somit kommen zu den eigentlichen Kosten für das Flugzeug mit ca. 300 Mio. € nochmals ca. 60 Mio. € für vier Triebwerke hinzu. Für den Airbus stehen zwei Triebwerke im Wettbewerb, das hier erwähnte GP7000 Triebwerk und das Trent 900 Triebwerk von RollsRoyce. Bei den bisherigen Bestellungen hat das GP7000 Triebwerken mit 60% der Bestellungen leicht die Nase vorn.
Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel
Lehrstuhl Metallische Werkstoffe
Universität Bayreuth
Ludwig-Thoma-str. 36b
95447 Bayreuth
Tel.: (0921) 55 – 5555
e-mail: uwe.glatzelni-bayreuth.de
Kerstin Wodal | Quelle: Universität Bayreuth
Weitere Informationen: www.uni-bayreuth.de
Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber
08.02.2012 | Karlsruher Institut für Technologie
All Foamed Up
07.02.2012 | Angewandte Chemie International Edition
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.
Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.
In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...
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Zwerggalaxie hat großen Hunger
08.02.2012 | Physik Astronomie
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
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08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten