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Glas aus Metall – fester als Stahl und formbar wie Kunststoff

01.06.2006

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Erst vor wenigen Jahren entwickelt, haben sich metallische Massivgläser als vielversprechende neue Werkstoffe einen Namen gemacht. Vor allem ihre technischen und physikalischen Eigenschaften machen sie für vielfältige Anwendungen unverzichtbar. Sie zeichnen sich durch extrem hohe Festigkeit gegenüber konventionellen Stählen aus und haben zudem den Vorteil, dass sie – ähnlich wie Kunststoffe – beliebig in Form gegossen werden können.


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Kunststoff Massivgläser Metall

Dies war nicht immer so. Bislang konnten aus metallischen Gläsern nur dünne Folien hergestellt werden. Erst durch die Weiterentwicklung des Werkstoffes gelang es, diesen auch massiv zu verarbeiten: ein revolutionärer wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt, der auf dem amorphen Charakter der Atomanordnung in metallischen Massivgläsern beruht.

Schon heute können kleinere Objekte wie Golfschläger oder Handyhüllen mit dem neuartigen Werkstoff gefertigt werden; große wie Hochhäuser, Brücken oder Schiffe sind bislang noch Zukunftsmusik.

Professor Ralf Busch, Spezialist auf dem Gebiet neuartiger metallischer Strukturwerkstoffe an der Universität des Saarlandes, war einer der Forscher-Pioniere. Heute arbeitet er in Saarbrücken an der Weiterentwicklung der Werkstoffe und an der Charakterisierung ihrer Eigenschaften. Ziel ist es, metallische Massivgläser für industrielle Anwendungen interessant zu machen. Hiefür müssen die Herstellungskosten gesenkt und die herstellbare Menge vergrößert werden. Wenn dies gelingt, eröffnen metallische Massivgläser durch ihre einzigartige Kombination von Eigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten völlig neue Wege, Leistungsfähigkeit mit Kosteneffizienz zu verbinden.

Kontakt:
Prof. Dr. Ralf Busch
Universität des Saarlandes
Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe
Postfach 151150
Gebäude C 6.3
66041 Saarbrücken
Tel.: 06 81/3 02-32 08
E-Mail: r.busch@mx.uni-saarland.de

Professor Ralf Busch forschte als Humboldt-Stipendiat am renommierten US-amerikanischen California Institute of Technology in Pasadena, als dort 1993 ein Durchbruch gelang, den Experten als Revolution für die Metallurgie des 21. Jahrhunderts bewerten: Erstmals konnten die Forscher den Werkstoff so weiterentwickeln, dass er massiv verarbeitet, also in alle Formen gegossen werden konnte. Busch konnte seither seine Forschungsergebnisse auf dem Gebiet neuartiger metallischer Massivgläser in zahlreichen internationalen Fachjournalen veröffentlichen.

Helga Hansen | Quelle: Innovationseinblicke Saarland
Weitere Informationen: www.uni-saarland.de/fak8/lmw/
www.innovation.saarland.de

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