Anzeige

Neue Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin
Wissenschaftler vom Institut für Werkstoffe der TU Braunschweig haben eine Legierung für Titan entwickelt, mit der die Bearbeitung des Metalls um einiges leichter wird. Titan gilt als Werkstoff der Zukunft, da es hitzebeständiger als Aluminium und gleichzeitig härter und leichter als Stahl ist. Für die Verwendung des Metalls ergeben sich nun ganz neue Möglichkeiten.
Weltweit werden jährlich rund 75.000 Tonnen Titan produziert. Titan wird derzeit vor allem in der Luft- und Raumfahrt sowie im Schiffs- und Automobilbau verwendet. Im Bereich der Medizin werden aus dem Metall korrosionsbeständige und gut sterilisierbare Instrumente hergestellt. Da Titan keine Allergien auslöst, ist das Metall für chirurgische Eingriffe besonders gut geeignet.
Bisher war die Verarbeitung von Titan sehr zeit- und kostenintensiv. "Beim Bearbeiten des Metalls entstehen extrem lange Späne, die sich im schlimmsten Fall um das Werkzeug herum wickeln oder sich im Bohrer verkeilen", erklärt Projektmitarbeiter Martin Bäker im Gespräch mit pressetext. "Es muss immer ein Mitarbeiter bereit stehen, der in einem solchen Fall den Vorgang unterbricht und den Span mit der Zange abkneift." Bei einigen Werkstücken verursache die Bearbeitung bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten.
Den Braunschweiger Wissenschaftlern ist es nun gelungen, durch die Zugabe von Lanthan die bei der Bearbeitung von Titan anfallenden Späne in kleine Krümel zu verwandeln. Während die Späne bisher mit Werkzeugen manuell entfernt werden mussten, reicht nun ein Pusten, um die Partikel von der Maschine zu entfernen. Lanthan ist ein Element aus der Gruppe der so genannten "seltenen Erden". Um das Späne freie Titan herzustellen, müssen bei der Legierung zu dem flüssigen Metall lediglich einige Lanthan-Brocken dazugegeben werden.
"Unsere neue Legierung kann im Maschinenbau neue Anwendungsbereiche erschließen", erläutert Projektleiter Joachim Rösler. "Röhrchen mit Durchmessern von weniger als fünf Millimetern, wie sie etwa in der Medizintechnik gebraucht werden, können jetzt problemlos aus Titan hergestellt werden." Zudem werden Bearbeitungszeiten und Fertigungskosten erheblich gesenkt.
Die Forscher aus Braunschweig haben sich ihre Entdeckung patentieren lassen und mit der Firma GfE Metalle und Materialien bereits einen Vertrag geschlossen. Vier Anwender aus der Industrie haben bereits Interesse signalisiert. Ein erster 80 Kilogramm schwere Titanblock mit der neuen Legierung soll in den nächsten Wochen an die Interessenten zum Testen und Begutachten ausgeliert werden. Die Forscher sind optimistisch, dass ihre Erfindung den Markt erobern wird. "Anwender, die bisher die Proben getestet haben, sind von den Eigenschaften begeistert", berichtet Rösler.
Verena Töpper | Quelle: pressetext.deutschland
Weitere Informationen: www.ifw.tu-bs.de
www.gfe-online.de
Weitere Berichte zu: Legierung > Luft- und Raumfahrt > Metall > Späneerfassung > Titan
Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber
08.02.2012 | Karlsruher Institut für Technologie
All Foamed Up
07.02.2012 | Angewandte Chemie International Edition
Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst
Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...
Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.
Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.
Das System ...
Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.
Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.
Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...
Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.
Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...
Eine Puppe in der Puppe und noch eine drumherum – so erklärt Thomas Fässler seine Moleküle: Er packt ein Atom in einem Käfig in noch ein weiteres Atomgerüst.
Mit ihrer großen Oberfläche könnten solche Strukturen als hocheffiziente Katalysatoren dienen. Wie bei dem russischen Holzspielzeug sitzt ganz innen drin ein einzelnes kleines Zinnatom, eingepackt in eine Hülle aus zwölf Kupferatomen, und diese ist nochmals umgeben von weiteren 20 Zinnatomen.
In der Arbeitsgruppe von Professor Fässler am Institut für Anorganische ...
Anzeige
Anzeige

Zwerggalaxie hat großen Hunger
08.02.2012 | Physik Astronomie
Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
Obstacles No Barrier to Higher Speeds for Worms
08.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
»Jede Sekunde zählt« Erster Internationaler Kongress zu Rettungsdienstsystemen in Neu Delhi
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Bauwerke gebrauchstauglich halten
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft im Dialog-Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2012
08.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten