Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Tübinger Materialforschung

24.10.2001


Graduiertenkolleg "Chemie in Interphasen" erhält 2 Millionen Mark



Das Graduiertenkolleg "Chemie in Interphasen", das am Institut für Anorganische Chemie der Universität Tübingen angesiedelt ist, erhält für die nächsten drei Jahre zwei Millionen Mark Förderung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Aufgrund der aktuellen Fragestellungen und der positiven Einschätzung der Forschungs- und Studienprogramms empfahlen die Gutachter sogar eine thematische und damit personelle Ausweitung des Kollegs, das bereits die letzten drei Jahre von der DFG gefördert wurde. Dieser Empfehlung gemäß wurde die Förderungssumme erhöht.



Im Graduiertenkolleg "Chemie in Interphasen" führen etwa 30 Doktoranden aus den Fächern Chemie, Physik und Informatik mit Unterstützung von Postdoktoranden thematisch koordinierte Doktorarbeiten durch, die sich auf den Schwerpunkt Materialforschung konzentrieren. Die Doktoranden kommen aus sechzehn Arbeitsgruppen der Universitäten Tübingen und Stuttgart, organisatorisch betreut werden die Forschungen am Institut für Anorganische Chemie in Tübingen.

Entwickelt werden vor allem umweltschonende und kostensenkende Synthesemethoden für technisch wichtige Produkte, etwa Hochleistungskunststoffe, und subtile Verfahren für die Trennung wertvoller Substanzen, zum Beispiel bei Vitaminen oder Arzneimitteln synthetischer und pflanzlicher Herkunft. Gleichzeitig gibt es ein fächerübergreifend angelegtes Studienprogramm, in dem theoretische Grundlagen und praktische Fertigkeiten zur Entwicklung und Untersuchung neuer Materialien (etwa Katalysatoren) vermittelt werden. Insofern dient das Gradiertenkolleg vorrangig der gezielten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Interdisziplinäre Betreuung ermöglicht den Doktoranden, sich über die Thematik der eigenen Doktorarbeit hinaus intensiv mit anderen Themenbereichen zu beschäftigen. Dazu dienen Vorlesungen, Seminare, Workshops, Veranstaltungen zu Steigerung der sozialen Kompetenz, Sprachkurse und praktische Arbeiten, die in den verschiedenen Arbeitsgruppen des Kollegs angeboten werden.


Die Teilnahme der jungen Wissenschaftler an internationalen Tagungen wird vom Kolleg finanziell unterstützt. Die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen verstärkt den Teamgeist in den Arbeitsgruppen. Mit den gemeinsam erzielten, in bedeutenden Zeitschriften veröffentlichten publizierten Ergebnissen erreichten die an dem ersten Kolleg beteiligten Arbeitsgruppen innerhalb von wenigen Jahren ein hohes fachliches Ansehen in der Materialforschung. Erfolgreichen Absolventen des Graduiertenkollegs eröffnet dieses Ausbildungsprogramm hervorragende Berufschancen. Im Anschluss an dieses Graduiertenkolleg, das bis 2004 finanziert wird, kann eine Förderung des Kollegs für weitere drei Jahre beantragt werden

Weitere Informationen:

Institut für Anorganische Chemie
Prof. Dr. Ekkehard Lindner
Auf der Morgenstelle 18
72076 Tübingen
Tel.: 07071-29 7 2039
Fax: 07071-29 5306
E-Mail: ekkehard.lindner@uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw

Weitere Berichte zu: Anorganisch Interphase Materialforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten