Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jenaer Unternehmensgründung fertigt neue optische Schichtsysteme jetzt in Serie

14.09.2001


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert technologieorientierte Unternehmensgründungen in den neuen Ländern mit seinem Programm FUTOUR. Neben inhaltlicher Unterstützung und beratender Betreuung können Gründer und junge Technologieunternehmen auch finanziell gefördert werden. Zu den Unternehmen, die von dieser Förderung profitiert haben, gehört auch die mso jena Mikroschichtoptik GmbH.

Das Unternehmen, das optische Filter herstellt, war vor drei Jahren aus dem Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena ausgegründet worden. Durch die schnelle Umsetzung von Technologieentwicklungen des Instituts in industrielle Fertigungsprozesse verfügte mso jena über gute Startbedingungen auf einem High-Tech-Markt. Mit Hilfe der FUTOUR-Fördermittel ist es dem Unternehmen gelungen, neue optische Schichtsysteme zur Marktreife zu führen, um so seine technologische Kompetenz weiter auszubauen.

Die positive Geschäftsentwicklung erforderte in diesem Jahr die Erweiterung der Produktionskapazitäten. Am 14. September 2001 hat das Unternehmen in Jena eine neue Betriebsstätte eröffnet, in der künftig hochwertige optischer Filter gefertigt werden.

3 Mio. DM wurden in eine Hochvakuum-Beschichtungsanlage sowie Reinraum- und Labortechnik investiert und zunächst 4 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zur Finanzierung trugen der Thüringer Innovationsfonds sowie die tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft wesentlich bei.

Zu den Kunden der mso jena zählen vor allem die Hersteller von optischen Instrumenten, die in der Medizintechnik, der industriellen Prozesskontrolle oder der Biotechnologie eingesetzt werden. In diesen Instrumenten sind optische Filter häufig eine Komponente mit ausschlaggebender Bedeutung für die Funktion des Gesamtsystems. Daher beginnt die Zusammenarbeit zwischen der mso jena und ihren Kunden häufig bereits in der Entwicklungsphase, wenn Filterfunktion und Filtergeometrie an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Das Prinzip, nach dem die von mso jena hergestellten Filter arbeiten, wird bereits seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts in der optischen Technologie genutzt. Aus hauchdünnen Schichten zweier an sich transparenter Materialien wird ein viellagiger Stapel aufgebaut. Die vielen Grenzflächen innerhalb des Stapels führen für bestimmte Anteile des Lichtspektrums zu einer erheblichen Verstärkung der Reflexion, während andere Anteile des Lichts den Schichtstapel nahezu unvermindert durchdringen. Die Kunst der Filterherstellung besteht darin, die einzelnen Schichtdicken so einzustellen, dass die gewünschte Filterfunktion erzielt wird. Dazu wird zunächst mit Hilfe von Simulationsrechnungen ein geeigneter Schichtaufbau ermittelt. Anschließend müssen die entsprechenden Schichten mit einer Dickengenauigkeit von wenigen Atomlagen in einem technischen Prozess hergestellt werden. Dafür hat sich das Aufdampfen der Schichtmaterialien im Hochvakuum als besonders geeignet erwiesen. Die laufenden Entwicklungsarbeiten der mso jena konzentrieren sich darauf, durch die Verwendung extrem dünner und damit teiltransparenter Metallschichten, den Filteraufbau zu vereinfachen und damit die Herstellung kostengünstiger zu gestalten.

Nähere Informationen bei:
mso jena Geschäftsführer


Mikroschichtoptik GmbH
Dipl.-Phys. Uwe Schallenberg
Dipl.-Phys. Stefan Jakobs
Carl-Zeiss-Promenade 10


07745 Jena
Tel.: 03641 / 35 29 30
Fax: 03641 / 35 29 35
E-mail: info@mso-jena.de

Dipl.-Phys. Uwe Schallenberg | BMWi NEWSLETTER
Weitere Informationen:
http://www.futour.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Quantenanomalien: Das Universum in einem Kristall
21.07.2017 | Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe

nachricht Projekt »ADIR«: Laser bergen wertvolle Werkstoffe
21.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten