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Von einer erfolgreichen Vermarktung der Region und gleichzeitiger Entwicklung der Wissensnetzwerke verspricht sich die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) entscheidende Impulse für die Region im internationalen Standortwettbewerb.
Dabei sieht VhU-Präsident Prof. Dieter Weidemann die Gründung einer Standortmarketing-Agentur für den Ballungsraum nach einer zügigen Chronologie des letzten halben Jahres auf gutem Wege. Sie könne wohl wie geplant Anfang 2005 mit der Arbeit beginnen. Die Klebekräfte, die höherwertige Leistungen im Lande halten könnten, ortet er vor allem in den Kompetenzzentren, die die VhU in ihrem Leitbild für den Ballungsraum Frankfurt-RheinMain im letzten Jahr vorgestellt habe: z. B. dem Pharmazentrum von Frankfurt bis Ingelheim, dem Automotive-Cluster um Rüsselsheim, der Medienstadt Mainz, der Wissenschaftsstadt Darmstadt oder der Consulting-Stadt Wiesbaden.
"Die größten Wachstumspotenziale liegen in der industriegebundenen Dienstleistung, vor allem der Metall- und ElektroIndustrie. Da sie an der industriellen Produktion hängt, gilt es eine ausreichende industrielle Basis in der Region zu sichern," so Weidemann. Um vermehrt neue Unternehmen passend zum Kompetenzprofil der Region ansiedeln zu können, die industrienahe Dienstleistung in der Region zu halten und den industriellen Auslagerungsprozess aus der Region bremsen zu können, sei es erforderlich, die gute Substanz der Region an Kompetenzzentren zu innovativen Wissensnetzwerken auszubauen. Eines der am schnellsten wachsenden Innovationsnetzwerke der Region sei inzwischen das Materials Valley, das sich vielleicht zum Pilotmodell für andere Kompetenzzentren eigne.
Der 2002 gegründete Materials Valley e. V. biete eine interdisziplinäre Plattform für Materialforschung und Werkstofftechnologie und zähle inzwischen 85 Unternehmen, aller Größenordnungen, Hochschulen und Forschungsinstitute mit großem Spezialwissen zu seinen Mitgliedern, so Dr. Wulf Brämer, der Geschäftsführer des Materials Valley e. V: "Bei unseren Zielsetzungen, etwa der Profilierung der Region Rhein Main als High-Tech-Standort für Materialforschung und Werkstofftechnologie, sind wir schon ein gutes Stück vorangekommen." Durch zahlreiche Vortragsveranstaltungen und Workshops sei die Kommunikationsplattform zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ausgebaut worden. Viele Kooperationen der Mitgliedsfirmen zeigten, dass das Netzwerk auf regionaler Ebene bereits erfolgreich arbeite, und hätten dem Verein in Fachkreisen mittlerweile eine hohe Reputation verschafft. Überregionale und internationale Kooperationen würden in den nächsten Monaten folgen.
Dass die Kooperation mit anderen Unternehmen, Hochschulen und Instituten im Rahmen des Materials Valley e.V. eine wichtige Rolle im Innovationswettbewerb spiele, bestätigte aus Unternehmersicht Dr. Frank Heinricht, Mitglied der Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH. Dem Innovationspotenzial der einzelnen Unternehmen komme dabei eine besondere Bedeutung zu. "Der Heraeus-Konzern – ein Gründungsunternehmen des Materials Valley – setzt vor allem auf einen effizienten Einsatz seines Innovationsbudgets, das 2004 bei rund 51 Mio. EUR liegt, und auf eine kontinuierliche Steigerung der Innovationsrate von derzeit bereits 18 % auf über 20 %", so Heinricht. Das traditionell innovative Unternehmen, das aktuell über 3.500 lebende Patente verfüge, habe dabei vor allem die Zukunftssicherung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter im Blick. Mit der Einführung interner Projekte zur Innovationsförderung würden Innovationen messbar gemacht, die interne Netzwerkbildung vorangetrieben und damit eine Plattform für Spitzenleistungen geschaffen. Der Heraeus-Innovationspreis, der 2003 erstmals an ideenreiche Mitarbeiter vergeben wurde, sowie ein unternehmensinterner Business-Plan Wettbewerb förderten nicht nur die Innovationsprozesse im Unternehmen, sondern auch deren Umsetzung in marktfähige Produkte.
Martina Rauch | Quelle: Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen: www.heraeus.com
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