Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Materials Valley e. V. als Kompetenznetzwerk mit Vorbildfunktion

22.11.2004


Von einer erfolgreichen Vermarktung der Region und gleichzeitiger Entwicklung der Wissensnetzwerke verspricht sich die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) entscheidende Impulse für die Region im internationalen Standortwettbewerb.



Dabei sieht VhU-Präsident Prof. Dieter Weidemann die Gründung einer Standortmarketing-Agentur für den Ballungsraum nach einer zügigen Chronologie des letzten halben Jahres auf gutem Wege. Sie könne wohl wie geplant Anfang 2005 mit der Arbeit beginnen. Die Klebekräfte, die höherwertige Leistungen im Lande halten könnten, ortet er vor allem in den Kompetenzzentren, die die VhU in ihrem Leitbild für den Ballungsraum Frankfurt-RheinMain im letzten Jahr vorgestellt habe: z. B. dem Pharmazentrum von Frankfurt bis Ingelheim, dem Automotive-Cluster um Rüsselsheim, der Medienstadt Mainz, der Wissenschaftsstadt Darmstadt oder der Consulting-Stadt Wiesbaden.

... mehr zu:
»Materialforschung »VALLEY


"Die größten Wachstumspotenziale liegen in der industriegebundenen Dienstleistung, vor allem der Metall- und ElektroIndustrie. Da sie an der industriellen Produktion hängt, gilt es eine ausreichende industrielle Basis in der Region zu sichern," so Weidemann. Um vermehrt neue Unternehmen passend zum Kompetenzprofil der Region ansiedeln zu können, die industrienahe Dienstleistung in der Region zu halten und den industriellen Auslagerungsprozess aus der Region bremsen zu können, sei es erforderlich, die gute Substanz der Region an Kompetenzzentren zu innovativen Wissensnetzwerken auszubauen. Eines der am schnellsten wachsenden Innovationsnetzwerke der Region sei inzwischen das Materials Valley, das sich vielleicht zum Pilotmodell für andere Kompetenzzentren eigne.

Der 2002 gegründete Materials Valley e. V. biete eine interdisziplinäre Plattform für Materialforschung und Werkstofftechnologie und zähle inzwischen 85 Unternehmen, aller Größenordnungen, Hochschulen und Forschungsinstitute mit großem Spezialwissen zu seinen Mitgliedern, so Dr. Wulf Brämer, der Geschäftsführer des Materials Valley e. V: "Bei unseren Zielsetzungen, etwa der Profilierung der Region Rhein Main als High-Tech-Standort für Materialforschung und Werkstofftechnologie, sind wir schon ein gutes Stück vorangekommen." Durch zahlreiche Vortragsveranstaltungen und Workshops sei die Kommunikationsplattform zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ausgebaut worden. Viele Kooperationen der Mitgliedsfirmen zeigten, dass das Netzwerk auf regionaler Ebene bereits erfolgreich arbeite, und hätten dem Verein in Fachkreisen mittlerweile eine hohe Reputation verschafft. Überregionale und internationale Kooperationen würden in den nächsten Monaten folgen.

Dass die Kooperation mit anderen Unternehmen, Hochschulen und Instituten im Rahmen des Materials Valley e.V. eine wichtige Rolle im Innovationswettbewerb spiele, bestätigte aus Unternehmersicht Dr. Frank Heinricht, Mitglied der Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH. Dem Innovationspotenzial der einzelnen Unternehmen komme dabei eine besondere Bedeutung zu. "Der Heraeus-Konzern – ein Gründungsunternehmen des Materials Valley – setzt vor allem auf einen effizienten Einsatz seines Innovationsbudgets, das 2004 bei rund 51 Mio. EUR liegt, und auf eine kontinuierliche Steigerung der Innovationsrate von derzeit bereits 18 % auf über 20 %", so Heinricht. Das traditionell innovative Unternehmen, das aktuell über 3.500 lebende Patente verfüge, habe dabei vor allem die Zukunftssicherung des Unternehmens und seiner Mitarbeiter im Blick. Mit der Einführung interner Projekte zur Innovationsförderung würden Innovationen messbar gemacht, die interne Netzwerkbildung vorangetrieben und damit eine Plattform für Spitzenleistungen geschaffen. Der Heraeus-Innovationspreis, der 2003 erstmals an ideenreiche Mitarbeiter vergeben wurde, sowie ein unternehmensinterner Business-Plan Wettbewerb förderten nicht nur die Innovationsprozesse im Unternehmen, sondern auch deren Umsetzung in marktfähige Produkte.

Martina Rauch | Heraeus Holding GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus.com

Weitere Berichte zu: Materialforschung VALLEY

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Mikroplastik in Meeren: Hochschule Niederrhein forscht an biologisch abbaubarer Sport-Kleidung
18.09.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Flexibler Leichtbau für individualisierte Produkte durch 3D-Druck und Faserverbundtechnologie
13.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften