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Nanoteilchen durch Fällung im Mikroreaktor

20.08.2004


Bei vielen Anwendungen scheitert der Einsatz aber an den hohen Herstellungskosten. Die Herstellung durch die an sich billige, chemische Fällung führt bislang nicht zu Produkten mit den gesuchten Eigenschaften in reproduzierbarer Qualität. Zudem werden meist Partikel benötigt, die auf ihrer Oberfläche gleichmäßig und reproduzierbar modifiziert sind, um Agglomeration zu verhindern oder um in einen Kunststoff eingearbeitet zu werden.


Synthesechemie und Prominent GmbH haben Know-How und Anlagentechnik zur Herstellung von Nanopartikeln durch chemische Fällung in einem Mikroreaktor entwickelt und realisiert. Die Größe der Partikel ist durch spezielle Prozessführung gezielt einstellbar. Die bei der Fällung unmittelbar nach der Keimbildung gebildeten Primärpartikel können aber auch an diesem Punkt durch gezielte Zugabe von geeigneten Oberflächenmodifikatoren in Ihrem weiteren Wachstum gestoppt werden. Je nach verwendetem Oberflächenmodifikator können nanoskalig stabilisierte, wässrige Dispersionen erhalten werden. Bei der Verwendung von hydrophoben Modifikatoren wird dagegen eine separierende Phase gewonnen, die in Kunststoffe eingearbeitet werden kann. Nach dem hydrophoben Coating gestaltet sich bei entsprechenden Produkten auch der Übergang vom Hydroxid zum Oxid durch thermische Behandlung recht einfach.

Nachdem die bislang bekannten Mikroreaktoren für Fällungen ungeeignet sind, bleibt der hier beschriebene MicroJetReactor frei von Verstopfung, muss daher auch nicht gereinigt werden und ist im großtechnischen Produktionsmaßstab einsetzbar. Herstellbare Produkte sind fast alle Oxide, Sulfate, Carbonate, Silikate oder auch phasenreine Mischoxide, sowie organische Pigmente und bioverfügbare Pharmazeutika. In Kooperation mit dem Institut für Mikrotechnik in Mainz, dem Forschungszentrum Karlsruhe (AK Prof. Seifert) und Ehrfeld Mikrotechnik werden die jeweiligen Anwendungen für Interessenten optimiert und anlagentechnisch zusammen mit der Fa. Prominent GMBH, Heidelberg realisiert.

Dr. Bernd Penth | NeMa-News
Weitere Informationen:
http://www.synthesechemie.de

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