Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues BASF-Patent: Methansulfonsäure bringt Gold aufs Aluminium

02.08.2004


Schnelleres Färbeverfahren für Aluminium: lichtechte Goldtöne. Wachsdispersionen: Korrosionsschutz ohne Vorbehandlung. Wassermischbare Wärmeträgerflüssigkeiten: die sichere Alternative zu Mineralölen. BASF auf der Aluminiummesse in Essen: Halle 4, Stand C 07.


Methansulfonsäure bringt Gold aufs Aluminium


Wassermischbare Wärmeträgerflüssigkeiten



Schnelleres Färbeverfahren für Aluminium: Lichtechte Goldtöne



Die BASF hat das Färben von Aluminium in methansulfonsauren Bädern zum Patent angemeldet (WO 2002/04717). Es handelt sich um ein innovatives Verfahren, um Aluminiumoberflächen mit einem echten Goldton einzufärben.

Um mit herkömmlichen Technologien Aluminium eine goldfarbige Oberfläche zu geben, wird das Metall zuerst eloxiert und danach eingefärbt. Zum Einfärben verwendet man häufig Farbstoffe, doch insbesondere im Bereich "Gold" sind deren Möglichkeiten begrenzt. Der Farbeindruck tendiert oft zu Gelb- oder Brauntönen und die Lichtbeständigkeit der verwendeten Farbstoffe lässt zu wünschen übrig. „Wesentlich bessere Ergebnisse erzielt man, wenn statt der Farbstoffe Bäder auf Basis unserer hochreinen Methansulfonsäure eingesetzt werden“, erklärt Dr. Helmut Witteler, Leiter der Entwicklung und Anwendungstechnik für Oberflächentechnik bei der BASF. „Damit werden anstelle von Farbstoffen fein verteilte Metalle in der Eloxalschicht abgelagert. Das Resultat ist ein echter Goldton mit hervorragender Lichtechtheit,“ erklärt der Chemiker Dr. Witteler weiter. „Die Ablagerungen sind beim Einsatz der Methansulfonsäure besonders gleichmäßig und nicht von der Platzierung des Werkstücks im Bad abhängig.“ So kann der Aluminiumverarbeiter nach dem von BASF patentierten Verfahren vor allem bei Goldtönen eine besonders gleichmäßige Färbung selbst kompliziert geformter Objekte erreichen. Außerdem läuft das Färben mit Methansulfonsäure im Vergleich zu anderen Verfahren um bis zu 50 % schneller ab.

Methansulfonsäure wird von der BASF weltweit unter dem Markennamen Lutropur® MSA in unterschiedlichen Qualitäten bis hin zur hochreinen Elektronik-Qualität angeboten. Methansulfonsäure ist leicht biologisch abbaubar. Sie eignet sich für alle Prozesse in der Metallveredlung, bei denen Säuren eingesetzt werden. Im Vergleich zum Einsatz von Schwefelsäure oder handelsüblicher Methansulfonsäure geringerer Reinheit können Schlämme aus Zinn-, Silber- und Kupferverbindungen vermieden werden - dies spart Kosten und Energie. Die BASF produziert und vertreibt Lutropur® MSA auch als Basissäure für galvanische Bäder. So kommt Methansulfonsäure beispielsweise in der Weißblechherstellung und in der Leiterplattenverzinnung zum Einsatz. Die BASF arbeitet mit mehreren Unternehmen aus der Oberflächentechnikbranche eng zusammen. Dr. Witteler lädt zu Kooperationen ein: „Die BASF sucht weitere industrielle Partner für Verfahrensentwicklungen zur Metalloberflächen-Behandlung mit Methansulfonsäure.“

Wachsdispersionen - transparenter Korrosionsschutz ohne Vorbehandlung

Zum Versiegeln von Aluminium- und weiteren Metall-Oberflächen bietet die BASF VOC-freie Wachsdispersionen unter dem Markennamen Lugalvan® an. Sie werden wegen des guten Korrosionsschutzes als transparente oder pigmentierte Beschichtungen auf korrosionsbeanspruchten Teilen eingesetzt. Lugalvan®-Wachsdispersionen können mit oder ohne Vorbehandlung des Metalls eingesetzt werden. Lugalvan® eignet sich gut zum anschließenden Überlackieren mit konventionellen Lacken. Bei der Veredlung von Aluminium sind die BASF-Wachsdis-persionen eine ökologisch sinnvolle Alternative zur Chromsäure-Passivierung.

Wassermischbare Wärmeträgerflüssigkeiten – die sichere Alternative zu Mineralölen

Als Alternative zu herkömmlichen Wärmeträgerflüssigkeiten bietet die BASF die wassermischbaren Lutron®-Marken an. Aus der unbegrenzten Mischbarkeit mit Wasser und dem im Vergleich zu Wärmeträgerflüssigkeiten auf Mineralölbasis wesentlich höheren Flammpunkt ergeben sich für den Anwender große Vorteile bezüglich Sicherheit und Handhabung. Alle Lutron®-Marken können nach der Anwendung mit Wasser abgespült und destillativ recycliert werden. Der Einsatz von Tensiden entfällt und der Verbrauch an Wärmeträgerflüssigkeit und Wasser wird verringert. Lutron® wird beispielsweise beim Herstellen von Elektronik-Platinen eingesetzt. Dabei schwimmt es auf dem flüssigen Metall-Lot und schützt es vor Sauerstoffeinwirkung. Das Wärmeträgerfluid weist in dieser Anwendung eine thermische Beständigkeit von bis zu 250°C auf.

BASF erstmals auf der Aluminiummesse

Die BASF präsentiert ihr Leistungsspektrum für die Oberflächentechnik erstmals auf der Messe "ALUMINIUM 2004", 22. - 24. September, in Essen. BASF-Ansprechpartner findet man in Halle 4 auf dem Stand C 07.

Veredlungschemikalien der BASF

Die Produktpalette der BASF-Geschäftseinheit „Veredlungschemikalien für Wasch- und Reinigungsmittel sowie Formulierer“ umfasst wasserlösliche Polymere für Waschmittel und technische Anwendungen, Additive für Waschmittel wie zum Beispiel Farbübertragungsinhibitoren, nichtionische Tenside, Polyalkylenglykole, Emulgatoren, Schaumdämpfer, Komplexbildner, Polyethylenwachse, Montanwachse und Wachsemulsionen, Chemikalien für die Oberflächentechnik, Biozide, Dispergiermittel sowie Korrosionsinhibitoren. Bei diesen Produkten zählen wir weltweit zu den führenden Herstellern.

| BASF
Weitere Informationen:
http://www.basf.de/detergents-formulators.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen
19.10.2017 | Forschungszentrum Jülich, Jülich Centre for Neutron Science

nachricht Was winzige Strukturen über Materialeigenschaften verraten
19.10.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie