Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

“Trusted Products“ verhindert Fälschungen - Produktsicherheit durch Authentizitätsnachweis

24.06.2004


Unter Beleuchtung mit „Weißlicht“ sind keine Sicherheitsmerkmale erkennbar.


Eine Beleuchtung mit „UV-Licht“ macht die Sicherheitsmerkmale sichtbar (z.B. Barcode gedruckt mit spezieller Tinte).


Die Zahl der illegalen Kopien von Dokumenten, Kleidung, Musik, Videos, Ersatzteilen und anderen Produkten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Nach Angaben der WTO liegt der weltweite Anteil der Produktfälschungen bei ca. 10-13% und wächst jährlich mit mehr als 20%. Der weltweite Schaden wird damit auf ca. USD 600 Mrd. geschätzt. Davon entfallen rd. USD 27 Mrd. auf die deutsche Wirtschaft. Der Zoll entdeckt jährlich Raubkopien im Wert von ca. USD 91 Mil. Ein stoppen dieser Plagiataktivitäten würde in den meisten Fällen für den Hersteller der Originale zu einer Umsatzerhöhung führen. Schwer bezifferbar sind vor allem Imageschäden der Marke oder Vertrauensverlust in den Hersteller durch fehlerhafte Kopien.


Neben diesen indirekten Verlusten durch Plagiate entstehen durch stärkere rechtliche Regelungen und Ausweitung der Produkthaftung hohe direkte finanzielle Risiken. Bei Produktfehlfunktionen durch Plagiate oder unsachgemäßer Wartung durch Verwendung von nicht zugelassenen Ersatzteilen entstehen Haftungsrisiken für die in erster Linie der Hersteller in Anspruch genommen wird.

Die eindeutige Identifikation der Produkte spielt daher eine zunehmende Rolle. Sicherheitsmerkmale werden ständig verbessert und optimiert. In den meisten Fällen werden diese Sicherheitsmerkmale umgangen, kopiert oder sind frei erwerbbar. Der Bedarf an universellen nicht kopierbaren Sicherheitsmerkmalen wächst enorm.


Neuste Entwicklungen im Bereich der Partikeltechnologie machen es möglich Produkte eindeutig zu markieren und zu identifizieren. Ein Beispiel sind fälschungssichere Nanopartikel die als Tracer (Markierstoff) in ein Produkt eingebracht oder mit handelsüblichen Tintenstrahldruckern aufgebracht werden können. Die Partikel sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Durch individuell gestaltbare Oberflächen und Eigenschaften sind die Partikel aber für jeden Hersteller einzigartig.

Die Anforderungen an ein umfassendes Sicherheitskonzept bestehen aus einer komplexen logistischen Kette. Der Markeninhaber will Produktschutz umsetzen. Mit der Produktion sind daraufhin die Applikation des Sicherheitsmerkmals und der unkomplizierte Bezug der Markierstoffe zu klären. Dabei sind entsprechende Autorisierungen und rechtliche Anforderungen bezüglich des Bezugs des Sicherheitsfeatures wichtig. Bei Bedarf lassen sich eine Datenbank mit weltweitem Zugriff, Produkt- oder Chargen-Trekking, sowie ein weltweiter Inspektionsservice einführen.

Die Initialkosten für die Applikationsentwicklung liegen in den meisten Fällen in einem Bereich von 25 T bis 125 T EUR. Die Markierung des einzelnen Produktes inklusive Nutzung der Logistikkette kostet ca. 0,005 bis 0,020 EUR / Stück. Diese Angaben sind Richtwerte und variieren in Einzelfällen stark. Für eine genauere Kalkulation ist eine Vorstudie erforderlich in der das Mengengerüst sowie die Servicetiefe wichtige Faktoren für die Preisgestaltung sind.

Unter dem Titel Trusted Products bietet m·u·t Sicherheitskonzepte für drei Bereiche an:

· ProductSecurity Government
· ProductSecurity Industry
· ProductSecurity Consumer

Das Gesamtlösungsangebot setzt sich aus einem Konsortium von Anbietern aus verschiedenen Segmenten zusammen:

· Hersteller von Sicherheitsmerkmalen
· Entwicklern für Detektionssysteme
· Betreiber von Hochsicherheitsdatenbanken
· Serviceorganisation für weltweite Inspektionen

m·u·t übernimmt dabei die Funktion des Entwicklers und Herstellers für Detektionssysteme und unterstützt die Kunden bei der Applikation der Sicherheitsmerkmale auf Ihre Produkte.

Heino Prüß | m·u·t GmbH
Weitere Informationen:
http://www.mut.de

Weitere Berichte zu: Kopie Product ProductSecurity Sicherheitsmerkmale

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Forscherin entwickelt elektronische Textilstruktur für Medizinprodukte
17.02.2017 | Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

nachricht Untergrund beeinflusst Halbleiter-Monolagen
16.02.2017 | Philipps-Universität Marburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie