Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikrosysteme im Fokus

16.03.2001


TU Berlin mit weiterem fachbereichsübergreifenden Forschungsschwerpunkt

Der Akademische Senat der TU Berlin hat in seiner gestrigen Sitzung der Einrichtung des fachbereichsübergreifenden Forschungsschwerpunktes (FSP) "Mikrosysteme" zugestimmt. Er wird am 1. April 2001 seine Arbeit aufnehmen und für zunächst drei Jahre gefördert.

Damit verfolgt die TU Berlin konsequent ihre Strategie, die Schwerpunktsetzung im Bereich der Forschung voranzutreiben. Ausgangspunkt für die Einrichtung eines weiteren Forschungsschwerpunktes sind zudem eine Reihe von Aktivitäten, die die TU Berlin in der jüngsten Vergangenheit initiiert und betrieben hat. In erster Linie sind hier die Kooperation mit BESSY II in Berlin-Adlershof und der Aufbau eines Dienstleistungszentrums für die produkt- und systemorientierte Anwendung von Präzisionstechniken (AZM) zu nennen sowie der Aufbau des Berliner "Zentrums für Mikrosystemtechnik (ZEMI)" und das Netzwerk "Medizinische Mikrosystemtechnik".

Der neue Forschungsschwerpunkt ist damit eingebettet in die technologiepolitische Strategie Berlins, sich weltweit als Anbieter innovativer Lösungen in bestimmten Technologiebereichen zu profilieren. Auf den Gebieten Biotechnologie, Verkehr und Mobilität sowie Wasser wurden bereits gemeinsame Anstrengungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für dieses Ziel gebündelt, an denen die TU Berlin auch maßgeblich beteiligt ist. "Im Bereich Mikrosysteme besteht eine weitere große Chance für unsere Universität", so Prof. Dr. Günter Abel, Vizepräsident für Forschung der TU Berlin, "mit ihren wissenschaftlichen Kompetenzen, den vorhandenen Ressourcen und den bereits bestehenden nationalen wie internationalen Kooperations-Netzwerken einen wichtigen Beitrag für das Land Berlin und die Region zu leisten."

Der Forschungsschwerpunkt "Mikrosysteme" wird sich mit Fertigungsprozessen und spezifischen Apparaturen sowie mit der Entwicklung und Fertigung innovativer Produkte aus den Bereichen Medizin-, Kommunikations-, Meß- und Gerätetechnik befassen. Das dafür notwendige disziplinäre Spektrum von der Physik, den Werkstoffwissenschaften über die Elektrotechnik bis hin zur Mikro- und Medizintechnik ist an der TU Berlin vorhanden. Mit dem neuen FSP werden weitere Anreize für interdisziplinäres Arbeiten innerhalb der Universität und im Hinblick auf externe Partner geschaffen. Darüber hinaus besteht eine wichtige Aufgabe des FSP in der Bündelung von Forschungskompetenzen für öffentliche und privatwirtschaftliche Partner, in dem Transfer von fertigungstechnologischem Know-how in Partnerfirmen und der Erschließung neuer Anwendungsbereiche für mikrotechnische Produkte - auch um die Drittmittel-Einwerbung zu erhöhen.

Seit einigen Jahren werden weltweit erhebliche Anstrengungen unternommen, extrem miniaturisierte Komponenten und komplexe Systeme zu produzieren. Energie- und Materialeinsparung, eine reduzierte Baugröße und eine erhöhte Leistungsvielfalt durch zusätzliche Funktionen sind die maßgeblichen Vorteile. In jüngster Zeit hat der Miniaturisierungsgrad technischer Geräte in vielen Sparten eine markt- und absatzrelevante Bedeutung erlangt, da sich für einige wichtige Anwendungsgebiete, beispielsweise die Medizin-, Kommunikations- oder Sicherheitstechnik, völlig neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen. Um jedoch mikrotechnische Produkte marktgerecht zu gestalten, müssen noch weitere fertigungstechnische Voraussetzungen geschaffen werden. An diesem Punkt wollen die Wissenschaftler der TU Berlin mit ihren Projekten ansetzen.

Die TU Berlin verfügt bereits über neun aktuelle Forschungsschwerpunkte. Zu ihnen gehören beispielsweise das "Zentrum Mensch-Maschine-Systeme", das "Schinkel-Zentrum für Architektur-, Stadtforschung und Denkmalpflege" oder der im vergangenen Jahr eingerichtete FSP "Wasser in Ballungsräumen".


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Günter Abel, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, TU Berlin, E-Mail: vp3@tu-berlin.de, Tel.: 030/314-24040/-24286, Fax: 030/314-26959, TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin.

Ramona Ehret | idw

Weitere Berichte zu: FSP Mikrosystem Mikrosystemtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Kampf dem Plastik mit Verpackungen aus Seetang
15.12.2017 | Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann

nachricht Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung
14.12.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik