Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

50zigtausendstel einer Haaresbreite: Neuer Nanotechnologie-Verbund entwickelt Winzig-Werkzeuge

10.04.2001


Gemeinsam Werkzeuge, Verfahren und Produkte der Nanotechnologie entwickeln und herstellen wollen Wissenschaftler der fünf nordrhein-westfälischen Universitäten in Bochum, Dortmund, Hagen,
Paderborn und Wuppertal. Hierfür wurde jetzt in Hagen der gemeinnützige Verein "Nanotechnologie-Verbund NRW" gegründet. Die Erfahrungsschätze der beteiligten Lehrstühle und deren Laboreinrichtungen sollen sich gegenseitig ergänzen, um die Nanotechnologie-Forschung in der nordrhein-westfälischen Wissenschaftslandschaft zu bündeln. Erster Vorsitzender des Verbundes ist Prof. Dr. Wolfgang Fahrner, Lehrgebiet Bauelemente der Elektrotechnik an der FernUniversität Hagen.

Gerade noch mit dem Auge erkennen lässt sich das menschliche Haar. Es ist damit der feinste Gegenstand, der allgemein bekannt ist. Wenn ein Haar 50.000-mal gespalten wird, entspricht dies einer Dicke von einem Nanometer. Obwohl es kaum vorstellbar ist, dass man Zahnräder, Ventile, Sensoren oder Transistoren mit so kleinen Maßen bauen kann, gibt es schon die ersten mechanischen und elektronischen Bauelemente in dieser Art. Sie können vielfältig eingesetzt werden, u. a. in der Medizin, z. B. bei Augenoperationen oder in der Mikrochirurgie. Nach ihrer Größe heißt die Herstellung dieser Bauelemente Nanotechnologie. Sie gilt als eine der aussichtsreichsten Zukunftstechnologien.

Die ersten Aufgaben, die sich der Verbund gestellt hat, bestehen in der Entwicklung von industriell anwendbaren Druckverfahren mit Nanometer-Breiten, Transistoren mit Strukturgrößen von wenigen Nanometern, Techniken zur Strukturerzeugung für die Nanotechnologie und von Diamantwerkzeugen mit Nanometermaßen.

Gründer des Nanotechnologie-Verbundes NRW sind Prof. Dr. W. Fahrner (Fern-Universität Hagen, 1. Vorsitzender), Dr. J. Horstmann (Universität Dortmund), Prof. Dr. H.-C. Scheer (Universität Wuppertal), Dr. J. Koch (Universität Bochum), Prof. Dr. U. Hilleringmann (Universität Paderborn, 2. Vorsitzender), Dr. R. Job (FernUniversität Hagen), Prof. Dr. I. Khorunzhii (FernUniversität Hagen) und Dr. H. Barkam (Schriftführer).

Kontaktadresse: Prof. Dr. Wolfgang R. Fahrner, FernUniversität, Tel.: 02331/987-377 Fax: -321, E-Mail: Wolfgang.Fahrner@FernUni-Hagen.de

Gerd Dapprich | idw

Weitere Berichte zu: Nanotechnologie Nanotechnologie-Verbund

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht CAU-Forschungsteam entwickelt neues Verbundmaterial aus Kohlenstoffnanoröhren
22.11.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Material mit vielversprechenden Eigenschaften
22.11.2017 | Universität Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intel und Universität Luxemburg kooperieren, um selbstfahrende Autos sicherer zu machen

24.11.2017 | Informationstechnologie

Wenn Blutsauger die Nase voll haben

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten