Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herstellung hochgradig verschleiß- und korrosionsbeständiger Verbundwerkstoffe

24.09.2003


Mit einem spezialisierten mechanischen Legierungsprozess ist es einem deutschen Hersteller gelungen, Metall-Keramik- und Keramik-Keramik-Werkstoffe zu hochgradig verschleiß- und korrosionsbeständigen Verbundwerkstoffen zu verarbeiten. Diese wiederum sollen beim thermischen Spritzen als Kontaktmaterialien verwendet werden und für Metallpulver-Sinterteile zur Anwendung kommen.


Zwei der am häufigsten auftretenden Materialprobleme sind Verschleiß und Korrosion. Im ersten Fall findet durch mechanische Einwirkungen ein Materialabtrag an der Oberfläche statt, während bei Korrosion eine Beeinträchtigung der Materialeigenschaften aus chemischen Reaktionen zwischen dem Material und seiner Umgebung resultiert. Daher bemüht sich die Industrie ständig um schnelle und kosteneffektive Verfahren zur Entwicklung neuer Werkstoffe mit besseren Verschleiß- und Korrosionseigenschaften.

Jetzt wurden neue Verbundwerkstoffe mit deutlich höherer Beständigkeit gegen Verschleiß und Korrosion entwickelt. Durch Anwendung des Hochenergie-Kugelmahlverfahrens in kontinuierlichen Pulver-Separationssystemen lassen sich Metall-Keramik- und Keramik-Keramik-Verbundwerkstoffe auf mechanischem Wege in kurzer Zeit legieren. Im Vergleich zu anderen industriellen Prozessen nimmt dieses Verfahren jedoch deutlich weniger Zeit in Anspruch, da die Verarbeitung der Materialien weniger als 80 Minuten dauert. Überdies ist es nicht nur umweltfreundlich und kostengünstig, sondern wegen seiner vollen Steuerbarkeit und Skalierbarkeit auch ausgezeichnet für eine industrielle Produktion geeignet.


Diese Innovationen zeichnen sich außerdem durch außergewöhnliche mechanische, thermische und chemische Eigenschaften aus und eignen sich besonders für Anwendungen im Bereich des thermisches Spritzens. Die Pulversubstanzen sind extrem fein und weisen eine homogene Verteilung der Keramik-Metall-Bestandteile auf. Ebenfalls realisierbar sind keramische Nanostrukturen (mit Korngrößen unter 100nm), die eine Optimierung verschiedener Beschichtungseigenschaften wie etwa des Härtegrades und der Zähigkeit ermöglichen. Nach diesem Verfahren könnten auch fortschrittliche Kontaktmaterialien entwickelt werden, in denen Metall-Keramik- und Keramik-Keramik-Verbundwerkstoffe zur Anwendung kommen.

Kontakt:

ZENIT - Zentrum für Innovation & Technik
in Nordrhein-Westfalen GmbH
Sabrina Wodrich
Dohne 54, Postfach 102264
45468 Mülheim
Tel: +49-208-3000-444, Fax: -461
Email: sw@zenit.de

Sabrina Wodrich | ZENIT
Weitere Informationen:
http://www.zenit.de

Weitere Berichte zu: Kontaktmateriali Korrosion Verbundwerkstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten
07.12.2017 | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

nachricht Aufgewärmt am Start
05.12.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit