Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Verfahren der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung

05.08.2003


Thermotest heißt ein neues Gerät zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, das von Wissenschaftlern an einer russischen Universität entwickelt wurde und Materialdefekte präzise aufspürt, ohne den Prüfling zu beschädigen.



Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (Non-Destructive Testing, NDT) beschäftigt sich mit der Erkennung und Analyse von Materialfehlern. Dazu zählen unter anderem Risse, unerwünschte Einschlüsse, die nach dem Gießvorgang zurückgeblieben sind, oder Inhomogenitäten in den strukturellen Materialeigenschaften. Materialfehler können Stabilitätsverluste nach sich ziehen, aber auch die Lebensdauer eines Produkt verkürzen oder sogar zum Ausfall von Bauelementen führen. Welches Prüfverfahren auch immer angewandt wird - es darf auf keinen Fall das untersuchte Material beschädigen.

... mehr zu:
»Bauelement »Werkstoffprüfung


NDT-Verfahren werden während des Produktionsprozesses als eine Maßnahme der Qualitätssicherung eingesetzt. Daneben werden sie auch bei Instandhaltungsmaßnahmen genutzt, um die ständige Betriebssicherheit bestimmter Bauelemente zu gewährleisten.

Jetzt entwickelten Ingenieure an einer russischen Universität ein neues NDT-Gerät, das gegenüber anderen heute üblichen Verfahren beträchtliche Vorteile aufweist. Das Verfahren heißt "Thermotest" und basiert auf der Messung kleinster Unterschiede in den thermoelektromotorischen Kräften zwischen dem Prüfling und einem Referenzobjekt. Es lässt sich vollständig automatisieren und auf Fabrikebene problemlos in ein übergeordnetes Qualitätssicherungssystem integrieren.

Mit gerade einmal anderthalb Kilogramm ist das Gerät extrem leicht. Die Leistungsaufnahme ist mit 60 Watt ebenfalls minimal. Vor allem aber die Materialverlustrate bei der Durchführung von Entkarbonisierungstests ist mit 0,05% fast vernachlässigbar.

Zu den Industriezweigen, denen "Thermotest" die einschneidendsten Verbesserungen bescheren könnte, gehören der allgemeine Maschinenbau sowie die Herstellung von Kugellagern und Werkzeugausrüstungen. Daneben dürften aber auch Unternehmen an dieser neuen Technologie interessiert sein, die sich mit dem Service (d.h. der Instandhaltung und Reparatur) von Produkten dieser Industriezweige beschäftigen. Für Interessenten an "Thermotest" steht ein vollständig erprobter Prototyp zur Verfügung.

Kontakt:

Tomsk Polytechnic University
Lenin Avenue, 30
634050 Tomsk, Russian Federation
Prof. Dr. Yuri P. Egorov
Tel: +7-3822-410360
Fax: +7-3822-410360
Email: churs@cc.tpu.edu.ru

Yuri P. Egorov | ctm
Weitere Informationen:
http://www.tpu.ru

Weitere Berichte zu: Bauelement Werkstoffprüfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Der gestapelte Farbsensor
17.11.2017 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

nachricht Gefragtes Werkstoff-Knowhow: Fraunhofer LBF baut Elastomer-Forschung aus
16.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte