Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesministerium unterstützt Sol-Gel-Forschung in Iserlohn mit 110.000 Euro

11.09.2002


Freut sich über die Projektförderung: Prof. Dr. Helmut Fobbe im Labor vor einem Lackschleudergerät für Beschichtungen (Spin-Coater)


Fa. Wila Leuchten ist Projektpartner

Auch in diesem Jahr konnte sich der Standort Iserlohn der Fachhochschule Südwestfalen wieder erfolgreich im Wettbewerb um die Vergabe von
Forschungsgeldern und damit gegen die bundesweite Konkurrenz der Fachhochschulen durchsetzen. Im Rahmen des Programms "Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhält Prof. Dr. Helmut Fobbe vom Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften eine Projektförderung in Höhe von 110.000 Euro. Von insgesamt 493 eingereichten Anträgen fördert das BMBF in diesem Jahr nur die 73 besten Anträge, darunter vier Forschungsprojekte der Fachhochschule Südwestfalen an den Standorten Iserlohn, Meschede und Soest.

Das geförderte Forschungsvorhaben von Prof. Fobbe beschäftigt sich mit speziellen Anwendungen der Sol-Gel-Technik. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, mit dessen Hilfe beispielsweise Beschichtungen mit

... mehr zu:
»BMBF »Leuchte »Sol-Gel-Technik

maßgeschneiderten Eigenschaften erzeugt werden können. Dabei wird zunächst eine Beschichtungslösung hergestellt, die bestimmte chemische Verbindungen insbesondere der Elemente Silicium, Titan und Aluminium enthält. Durch eine kontrollierte chemische Reaktion mit Wasser werden anschließend Strukturen im Nanometerbereich, also im milliardstel Bereich eines Meters, erzeugt. Die
eigentliche Beschichtung kann dann zum Beispiel durch Tauchen oder
Schleuderlackieren (spin coating) erfolgen. Ziel ist es, mit diesem Verfahren die herkömmlichen Beschichtungsverfahren wie Lackieren oder Eloxieren zu ersetzen und dabei gleichzeitig eine Qualitätsverbesserung zu erreichen.

Dank der BMBF-Fördermittel kann nun eine wissenschaftliche Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter für die Projektbearbeitung eingestellt werden. Darüber hinaus ist auch die Anschaffung verschiedener Mess- und Analysegeräte vorgesehen, um damit die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität dieses Forschungsbereichs für industrielle Kooperationspartner zu erhöhen. Und auch die Studierenden des zum Wintersemester neu startenden Studiengangs "Bio- und Nanotechnologien" profitieren davon, indem sie modernste Laborausstattungen in der Lehre vorfinden.

Kooperationspartner von Prof. Fobbe ist die Firma Wila Leuchten GmbH aus Iserlohn. Dr. Christian Winter, Geschäftsführer Technik bei Wila umreißt die Vorteile dieser Zusammenarbeit: "Als Hersteller intelligenter Lichtlösungen sind wir sehr daran interessiert, neue funktionale Oberflächen für Leuchten einzusetzen. Wila behauptet sich auch in der gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Konjunkturlage durch Innovation und Kontinuität. Wir sind deshalb erfolgreich, weil wir anspruchsvolle technische Lösungen in Premium-Produkte umsetzen können. Ein Baustein dazu ist die Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen in dem Forschungsprojekt zu speziellen Anwendungen der Sol-Gel-Technik für Leuchten".

Birgit Geile-Hänßel | idw

Weitere Berichte zu: BMBF Leuchte Sol-Gel-Technik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Kunststoffstrang statt gefräster Facette: neue Methode zur Verbindung von Brillenglas und -fassung
28.04.2017 | Technische Hochschule Köln

nachricht Beton - gebaut für die Ewigkeit? Ressourceneinsparung mit Reyclingbeton
19.04.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie