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Immer häufiger tragen durstige Käufer PET-Flaschen nach Hause - sie
sind leicht und stabil. Fraunhofer-Forscher arbeiten daran, die Qualität
der Kunststoffbehälter zu verbessern und untersuchen, wie sich
PET-Flaschen der zweiten Generation recyceln lassen.
Bei Durstigen stehen PET-Flaschen hoch im Kurs: Sie sind wesentlich leichter als Glas, unzerbrechlich und Mehrweg-geeignet. Immer häufiger werden sie in Getränkemärkten und Geschäften nachgefragt und nach Hause getragen. Doch die Kunststoffbehälter aus Polyethylenterephthalat haben einen Nachteil: Ein Abbauprodukt von PET, der Acetaldehyd, kann Geschmack und Geruch des Flascheninhalts beeinträchtigen. Um dies zu vermeiden, mischen die Hersteller Zusätze bei oder beschichten den Kunststoff innen hauchdünn mit Glas. In einem BMBF-Projekt arbeiten Forscher vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Freising gemeinsam mit Industriepartnern daran, die Qualität der neuartigen PET-Flaschen und ihr Recycling-Verhalten zu untersuchen.
»Ideal ist ein geschlossener Kreislauf, von der Flasche zur Flasche«, erläutert Dr. Frank Welle vom IVV. »Mit Hilfe des von uns verbesserten Challenge Tests, lässt sich sicher ausschließen, dass Flaschen, die als Zwischenlager für andere Stoffe, beispielsweise Putz- und Haushaltsmittel dienten, unerwünschte Stoffe in die Produktion mit einbringen.« Der Schwerpunkt der Untersuchungen am IVV liegt nun bei den optimierten PET-Flaschen, die zahlreiche Hersteller auf den Markt bringen. Um zu verhindern, dass Acetaldehyd aus den Flaschen austritt und umgekehrt Sauerstoff eindringt, wird der Kunststoff mit zusätzlichen Substanzen angereichert oder mit Außen- oder Zwischenschichten versehen. Das ist besonders für die Lagerung von Bier oder Milch relevant. Denn der eintretende Sauerstoff ist dafür verantwortlich, dass die Getränke umkippen und nicht mehr schmecken. Auch farbiges Material, das als Lichtschutz dient, steht bei den Freisinger Forschern auf dem Prüfstand. »Wir bewerten die PET-Materialien unterschiedlicher Hersteller sowohl chemisch-analytisch als auch sensorisch«, erklärt Dr. Welle. »Zudem dienen unsere Ergebnisse dazu, die Tauglichkeit als Lebensmittelverpackungen zu bestimmen.«
Wenn es nach den PET-Herstellern geht, ist die Herrschaft der Glasflasche vor allem über den beliebten Gerstensaft bald vorbei. Einige Hersteller haben die Durchlässigkeit für Sauerstoff verringert. Sie bieten Bier bereits in PET-Flaschen der zweiten Generation an, die auch recycelt werden können. Bier-Puristen werden sich von den leichten Flaschen nur schwer überzeugen lassen. Letztlich wird der gute Geschmack zählen.
Ansprechpartner:
Dr. Frank Welle
Telefon: 0 81 61/4 91-7
24
Fax: 0 81 61/4 91-7 77
welle@ivv.fhg.de
Weitere Informationen finden Sie im WWW:
Dr. Johannes Ehrlenspiel | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
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