Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wettbewerb um "Neue Materialien für Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts" gewonnen

01.03.2001


Keramischer Mikroreaktor für

Hochtemperatur-Gasphasen-Reaktion.


Forschungszentrum Karlsruhe erhält 6,2 Millionen DM für Kompetenzzentrum "Werkstoffe der Mikrotechnik"

Das Forschungszentrum Karlsruhe hat sich im vergangenen Jahr erfolgreich an einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Errichtung eines Kompetenzzentrums "Werkstoffe der Mikrotechnik" beteiligt. Im Rahmen des BMBF-Programms "MaTech - Neue Materialien für Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts" wurden neben dem Forschungszentrum Karlsruhe die Universität Ulm und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration in Berlin ausgezeichnet. An der Förderung des Karlsruher Kompetenzzentrums beteiligt sich auch das Land Baden-Württemberg.

Das Zentrum "Werkstoffe der Mikrotechnik" (ZWM) bündelt die Kompetenz des Forschungszentrums Karlsruhe auf den Gebieten "Werkstoffe" und "Mikrotechnologie". Es versteht sich als Ansprechpartner für Unternehmen, die in der Mikrotechnik tätig sind und bietet fachliche Unterstützung für Firmen, die in dieses zukunftsträchtige Gebiet vorstoßen wollen. Darüber hinaus soll das ZWM die Ausgründung innovativer Unternehmen aus dem Forschungszentrum Karlsruhe vorantreiben. Die Fördermaßnahme hat zum Ziel, das ZWM innerhalb von fünf Jahren als wirtschaftlich agierende, sich selbst tragende Einheit zu etablieren. Der Anteil der Fördermittel (insgesamt bis zu 6,2 Mio. DM) wird in diesem Zeitraum kontinuierlich abnehmen; steigende Umsätze mit der Industrie sollen diese Lücke schließen. Organisatorisch wird das ZWM dem Programmbereich "Mikrosystemtechnik" des Forschungszentrums Karlsruhe angegliedert.
"Unter anderem geht es um Mikrobauteile aus Keramik, Kunststoffen oder Metallen, um Materialeigenschaften, Verarbeitungsverfahren und Produktentwicklung", beschreibt Prof. Dr. Jürgen Haußelt, Leiter des Instituts für Materialforschung, ein Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit mit der Industrie. "So können wir beispielsweise keramische Kompaktreaktoren für die chemische Industrie und biomedizinische Komponenten wie superelastische Herzklappenringe oder Implantat-Stents fertigen." Das Spektrum der Techniken, welches der Industrie durch das neue Kompetenzzentrum angeboten wird, ist aber viel breiter: Dünne Beschichtungen erhöhen die Lebensdauer mechanisch belasteter (Mikro-)Komponenten, hochpräzise Spritzgieß- und Prägeverfahren erzeugen Komponenten für die Mikrooptik, künstliche Nasen werden für die Gasanalyse auf kleinstem Raum entwickelt.

Inge Arnold | idw

Weitere Berichte zu: Mikrotechnik Schlüsseltechnologie ZWM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen
27.06.2017 | Fraunhofer IFAM

nachricht Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter
23.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie

28.06.2017 | Förderungen Preise

Immunabwehr: Wie Proteine Membranbläschen zusammenbringen

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Das Auto lernt vorauszudenken

28.06.2017 | Maschinenbau