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Einsatz als Baustoff in Erdbebengebieten
Wissenschaftlern der TU-Dresden ist es gelungen, den Werkstoff Holz zu verformen. Forscher um Peer Haller vom Institut für Baukonstruktion und Holzbau der Fakultät Bauingenieurwesen der TU Dresden ermöglichten es, durch die Verdichtung der typischen Porenstruktur bei rund 150 Grad Celsius, kreisrunde Baumstämme ohne Verschnitt in Kanthölzer zu verwandeln.
Inzwischen kann dieser Prozess der Verdichtung auch wieder rückgängig gemacht werden. Dadurch wird Holz noch vielfältiger einsetzbar als bisher, so die Forscher. Belastbare Bauträger, die traditionell meist aus Stahl hergestellt wurden, können nun auf Grund der Verdichtungen auch aus Holz produziert werden, berichtet der Nachrichtendienst ddp. Dabei ist nach Angaben der Experten fast jeder gewünschte Querschnitt denkbar.
Die Bauingenieure um Haller entwickelten jetzt gemeinsam mit Wissenschaftlern des Instituts für Textil- und Bekleidungstechnik der Fakultät Maschinenwesen spezielle Textilverstärkungen, um Holz für das Bauwesen noch interessanter zu machen. Tests zeigten, dass die textilverstärkten Holzbauteile simulierten Erdbebenbeanspruchungen besser standhalten als Hölzer ohne jene textilen Verstärkungen. Als besonders leichter Baustoff könnte Holz damit in erdbebengefährdeten Regionen zum Baustoff der Wahl werden.
Sandra Standhartinger | Quelle: pte.online
Weitere Informationen: www.bauko.bau.tu-dresden.de/bh.htm
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