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Versilbertes Fensterglas zur Wärmedämmung

03.07.2002


Vakuumtechnik zum 400. Geburtstag Otto von Guerickes - Eine Innovation aus dem BMWi-Programm "FuE-Personalförderung Ost" (PFO)


Eine hauchdünne, unsichtbare Silberschicht auf Architekturglas reflektiert die infrarote Wärmestrahlung weitgehend, ohne die Durchlässigkeit für sichtbare Lichtstrahlen nennenswert zu beeinträchtigen. Pro Quadratmeter Fensterfläche lassen sich durch diese selektive Reflexion in unseren Breitengraden im Laufe einer Heizperiode 20 bis 23 Liter Heizöl einsparen, für eine Wohnung mit 20 qm Fensterfläche also 400 bis 460 Liter pro Jahr. Das Unternehmen VON ARDENNE ANLAGENTECHNIK baut vakuumtechnische Ausrüstungen, die solche Beschichtungen ermöglichen. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) konnte es sich zu einem der weltweit führenden Anbieter entwickeln.

Die Beschichtung funktioniert auf der Grundlage der physikalischen Dampfphasenabscheidung im Hochvakuum. Dabei werden feinste Metallpartikel durch Beschuss mit Ionen vom festen in den gasförmigen Zustand überführt, die sich dann kontrolliert auf festen Oberflächen wie Glas in einer Stärke von zehn Nanometern (2.000-mal dünner als eine Haar) ablagern. Um die so entstandene Silberschicht herum werden Metalloxidschichten angelegt, die durch die Zugabe von Sauerstoff während der Dampfphasenabscheidung entstehen. Die Metalloxidschichten entspiegeln die Silberschicht und sorgen so dafür, dass die Beschichtung noch durchlässiger für sichtbares Licht wird.


Das Dresdner Unternehmen VON ARDENNE zählt Maschinen zur Beschichtung von Glastafeln im sogenannten Jumboformat (3,21 x 6 qm) zu seinen Spitzenprodukten. Die Geräte können mit Taktzeiten von weniger als einer Minute komplizierte, optisch wirksame Schichtsysteme auf Glasoberflächen erzeugen.

Ansprechpartner: Dr. Peter Lenk, VON ARDENNE ANLAGENTECHNIK GmbH, Tel.: 0351 2637-300


Silvia Behr | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de/

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