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Plastikproblem "aufgelöst"

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25.06.2002

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Plantic Technologies bringt Material mit einstündiger Abbaubarkeit auf den Markt


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Abbaubar Bioplastik Plastik Plastikproblem

Biologisch abbaubare Lebensmittel-Verpackungen, die kostenmäßig mit herkömmlichem Verpackungs-Plastik konkurrieren können, sind in Australien in greifbare Nähe gerückt. Noch in diesem Jahr wird das australische Start-up Plantic Technologies ein auf Getreidestärke basierendes Bioplastik auf den Markt bringen, das sich bei Temperaturen von bis zu 0,5 Grad Celsius abbaut. Einzige Voraussetzung dafür sind Feuchtigkeit und Bodenorganismen. Wie wired.com berichtet, fallen alleine in den USA jährlich 24 Mio. Tonnen Plastik an.

Das Plastik wurde von Forschern der australischen Regierung entwickelt und soll sich in freier Natur bei Regen binnen einer Stunde auflösen. Im Laufe einer Woche hat sich das Plastik komplett in Kohlendioxid und Wasser zersetzt. Laut Steve Mojo, Geschäftsführer vom Biodegradable Products Institute, einer New Yorker Organisation, die kompostierbares Bioplastik analysiert, ist eine solche Technologie einzigartig. Das Material unterscheidet sich im Aussehen und in der Beschaffenheit nicht von herkömmlichem Plastik und kann von Zellophan, Kunststofftaschen über Blumentöpfe bis hin zu medizinischen Geräten universal eingesetzt werden. Die Zeit, die das Plastik zur Auflösung benötigt, ist dabei abhängig von der Verwendungsart. Je kompakter das Material, umso länger dauert die Auflösungszeit, heißt es weiter.

Der Vorteil der biologischen Abbaubarkeit hat aber auch seine Nachteile. So könnte ein Einkauf im Regen mit der Auflösung der Kekspackung enden. Aber wird auf technologischem Weg die Wasserresistenz erhöht, steigen auch die Produktionskosten. Diese Hürden will man im nächsten Entwicklungsschritt nehmen, so Plantic-CEO David MacInnes. Eine weitere Herausforderung sei es, multinationale Kooperationen einzugehen. Einige multinationale Lebensmittel-Unternehmen testen derzeit das Bioplastik in Australien. Das Auge von Plantic richtet sich aber auch auf europäische und japanische Märkte.

Sandra Standhartinger | Quelle: pte.online
Weitere Informationen: www.plantic.com.au

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