Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universitäten arbeiten in der Nanotechnologie zusammen

12.02.2008
Niedersächsische Technische Hochschule im Kleinen In der Nanotechnologie, die unter anderem auf das Herstellen neuer Verbundmaterialien mit bislang nicht gekannten Eigenschaften abzielt, werden die Universitäten aus Braunschweig, Clausthal und Hannover in einem Virtuellen Institut zusammenarbeiten.

Die Grundfinanzierung des Virtuellen Instituts erfolgt aus Mitteln der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Auch in Hinblick auf die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist das Virtuelle Institut von Interesse. Es liefert einen beispielhaften Vorgriff darauf, wie eine Kooperation der drei Universitäten in Zukunft aussehen kann.

Die Partner, zu denen als federführende Institution das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehört, wollen durch nanoskalige Partikel faserverstärkte Kunststoffe verbessern. Die neuen faserverstärkten Kunststoffe sollen insbesondere in Flugzeugen und Windkrafträdern der neuen Generation zum Einsatz kommen. Erste gemeinsame Untersuchungen zeigen vielversprechende Ergebnisse.

„Wir erwarten eine Steigerung der Druckfestigkeit um 20 Prozent, eine Verbesserung der Schlagzähigkeit um 20 Prozent und eine Halbierung des Schrumpfens beim Aushärten“, sagte Professor Ulrich Riedel vom DLR, Sprecher des Virtuellen Instituts für „Nanotechnologie in Polymerkompositwerkstoffen“. Auch Leitfähigkeit und Brandschutz seien Themen des Forschungsprojektes.

... mehr zu:
»Nanotechnologie

Die an einem Virtuellen Institut beteiligten Arbeitsgruppen sitzen zwar nicht in einem realen Gebäude, arbeiten aber dennoch ähnlich eng zusammen. Es gibt eine gemeinsame Leitung und das Institut tritt nach außen gemeinsam auf, um zum Beispiel Drittmittel zu akquirieren. Bisher sind von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren 77 Virtuelle Institute gefördert worden, jetzt wurden zehn weitere ausgewählt.

Am Virtuellen Institut für „Nanotechnologie in Polymerkompositwerkstoffen“ sind fünf Einrichtungen beteiligt: das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig, das Institut für Partikeltechnik (TU Braunschweig), das Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik (TU Clausthal), das Institut für Statik und Dynamik (Leibniz Universität Hannover) sowie als ausländischer Partner die ARC Seibersdorf Research aus Österreich. „Wir freuen uns besonders darüber, dass es durch die Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft zu einer engeren Kooperation der südniedersächsischen technischen Universitäten kommt“, betonte Professor Michael Sinapius, stellvertretender Leiter des DLR-Instituts.

Dr. Stefanie Beier | Leibniz Uni Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Berichte zu: Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Materialwissenschaften:

nachricht Kleine Strukturen – große Wirkung
21.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen
20.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie