Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Quadrant EPP bietet neuen Hochleistungskunststoff für Dichtungen und Lager

08.10.2007
Quadrant Engineering Plastic Products (EPP), Tielt/Belgien, bietet einen neuen Hochleistungskunststoff als Halbzeug für die spanende Bearbeitung, der auch bei hoch beanspruchten Anwendungen und Betriebstemperaturen zwischen -240 und +260 °C eingesetzt werden kann. Der Hochleistungskunststoff heißt Fluorosint HPV und wird auf der K 2007 (Halle 6, Stand E23) präsentiert.

Der Hochleistungskunststoff Fluorosint HPV zielt auf Anwendungen wie Dichtungen und Lager, die erhöhte Verschleißfestigkeit und Gleitfähigkeit erfordern.

Die Fertigprodukte können Kontakt mit Passflächen aus Edelstahl 316 (rostfreier Austenitstahl), Aluminium, Weichstahl, Messing oder auch anderen Kunststoffen haben.

Das Halbzeug ist als Stab-, Rohr- und Plattenware sowie in endkonturnaher Form lieferbar.

Hochleistungskunststoff mit neuer, patentierter Rezeptur

Der Werkstoff ist das Resultat einer patentierten Verfahrenstechnik und Rezeptur, die laut Quadrant EPP Eigenschaften erschließt, wie verstärkte PTFE sonst normalerweise nicht erreichen.

Bei den PTFE-basierten Kunststoffen der Reihe Fluorosint wird insbesondere die Kombination hoher Gleitfähigkeit und Dimensionsstabilität als vorteilhaftes Merkmal hervorgehoben.

„Fluorosint HPV liegt mit seinem Eigenschaftsprofil oberhalb dem der beiden bisherigen Produkte der Fluorosint-Familie,“ sagt Ed Alvarez, Advanced Market Manager des Herstellers.

„So verfügt Fluorosint FFM 500 zwar über ausgezeichnete Beständigkeit gegen Verformung und einen sehr niedrigen linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten für ein PTFE-Compound, dies jedoch bei einigen Anwendungen zulasten seiner Verschleißfestigkeit im Verlauf der Nutzungsdauer.“

Ein weiteres Traditionsprodukt, LF 207, bietet erhöhte Verschleißfestigkeit und FDA-Kompatibilität, hat aber neben anderen Einschränkungen nicht die gleich hohe Dimensionsstabilität unter Belastung wie FFM 500.

„Unser Ziel war, ein PTFE-Produkt zu entwickeln, das die besten Eigenschaften der bestehenden Materialien mit erhöhter Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und einem niedrigen Reibungskoeffizienten vereint“, erläutert Alvarez weiter.

Hochleistungskunststoff geeignet für Anwendungen mit oder ohne Außenschmierung

Der Hochleistungskunststoff Fluorosint HPV hat einen Reibungskoeffizienten (trocken auf Stahl) von 0,14 bis 0,15 und einen K-Faktor (Kennziffer für Verschleißfestigkeit) von 25000 bei einer Rockwell-Härte von R54.

Die Fertigteile können mit oder ohne Außenschmierung eingesetzt werden, was bei langsamen Start-Stopp-Anwendungen, die ein absolut ruckfreies Gleiten erfordern, eine gleichmäßige Abnutzung und somit auch gleichmäßige Bewegungsabläufe sicherstellt.

Das prädestiniert dieses Halbzeug für dynamische Dichtungen und Lager sowie schmierfreie, hoch belastbare Bauteile für den Einsatz unter extremen Umgebungsbedingungen, in denen Metalle aufgrund von Erosion und Korrosion versagen.

Die Verschleißfestigkeit ist der von Bronze, Pulvermetallen und Stahl überlegen.

Im Vergleich zu Metallen hat der Hochleistungskunststoff außerdem den klaren Vorteil, dass er nicht rostet.

Weil er nicht geschmiert werden muss, trägt er außerdem zur Sauberkeit der Anwendungen bei und spart Kosten ein.

Aufgrund der hohen Verschleißfestigkeit erweitert der Werkstoff die Wartungs- und Wechselintervalle von Lagern und Verschleißbauteilen.

Eigenschaftsprofil des Hochleistungskunststoffs ist besser als PTFE-Produkte

Ed Alvarez betont, dass das Halbzeuge aus dem Kunststoff Fluorosint HPV traditionelle PTFE-Produkte nicht nur hinsichtlich der tribologischen Eigenschaften übertrifft, sondern auch bezüglich der Beständigkeit gegen Verformung und Chemikalien.

Sie eigneten sich für Bauteile, die sowohl einer alkalischen als auch einer säurereichen Umgebung ausgesetzt würden.

Der Hochleistungskunststoff erfüllt die FDA-Anforderungen für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt, was es auch zum Konstruktionswerkstoff für für Lager und Dichtungen in Lebensmittelverarbeitungsanlagen macht.

Von großem Vorteil sei dabei auch seine Unempfindlichkeit gegenüber Dampf oder aggressiven Reinigern, heißt es.

Quadrant Engineering Plastic Products (Quadrant EPP) gehört zu den weltweit führenden Herstellern technischer Kunststoffhalbzeugen (Stäbe, Platten, Rohre) zur spanenden Bearbeitung.

Darüber hinaus stellt Quadrant EPP kundenspezifische Nylonguss- und Fertigteile her.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/werkstoffe/kunststoffeundgummi/articles/94995/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Nimm zwei: Metallische Oberflächen effizient mit dem Laser strukturieren
15.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise