Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verdampfungsanlage von MKR Metzger eignet sich für die Abwasseraufbereitung und das Wertstoffrecycling

20.08.2007
Es ist vor allem die Vielseitigkeit, die den Verdampfer Envotech der MKR Metzger GmbH auszeichnet. „Er ist ebenso Pflege- wie Recyclinganlage und vor allem Wertstoffsammler“, beschreibt MKR-Vertriebsleiter Gert Wolf, die Vorzüge des Verdampfers, „und er kann sogar eine Abwasseraufbereitungsanlage ersetzen.“ Heraus kommt destilliertes Wasser, das wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden kann.

Für die Aufbereitung des Abwassers benötigt der Verdampfer verhältnismäßig wenig Energie. So ist der Energieverbrauch einer konventionellen Verdampfungsanlage im Durchschnitt um 2,5mal höher. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal liegt laut Wolf im offenen Heizsystem, das mit Dampf oder auch mit Thermo-Öl beheizt werden kann. Diese Energielieferanten seien in den meisten Unternehmen sowieso vorhanden. Im Vergleich dazu arbeitet eine konventionelle Anlage ausschließlich mit elektrischer Energie, die in der Regel eingekauft werden muss.

Die Verdampfungstemperatur ist bei der MKR-Entwicklung auf 100 bis 102 °C eingestellt. Gearbeitet wird mit leichtem Überdruck und mit Heizstäben, die für eine recht kurze Aufheizzeit sorgen. So lässt sich eine Sterilisierung erreichen.

Der Verdampfer trennt Wasser von Öl. Fett und anderen Verunreinigungen. Er sorgt dabei nicht für nur eine Volumenminimierung des zu entsorgenden Sondermülls, die Entsorgungskosten einspart, sondern auch für eine nahezu reine Trägerflüssigkeit. Sie kann dem Produktionsprozess wieder zugeführt oder – unter Beachtung der behördlichen Genehmigungsprozesse – in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden.

Die Verdampfung kann laut Wolf das Abwasser sogar von gelösten Salzen trennen, die sonst kein Filter herausholen kann. Das Ergebnis ist zum Beispiel ein qualitativ höherwertiges Spülbad für Reinigungs- und Vorbehandlungsprozesse. Denn die Grundsalzbelastung bleibe immer konstant, weil zum Nachfüllen nur salzfreies Osmose-Wasser, oder eben Destillat verwendet werde.

Der Verdampfer ist jedoch nicht nur zur Aufbereitung von Spülbädern prädestiniert. Er eignet sich für alle wässrigen Prozessbäder der Teilereinigung und -vorbehandlung, auch in Galvanikbetrieben und in Lackierereien. Dazu kommt die umweltverträgliche Entsorgung verschmutzter Kühlschmieremulsionen. In allen Fällen wird das Prozessmedium in Konzentrat und destilliertes Wasser gespalten.

Jedoch muss das Konzentrat nicht immer Sondermüll sein. So werden bei einem Anlagenbetreiber nach dem Abscheiden von Konversionsschichten die Teile gespült. Bei der Spülbadaufbereitung im Verdampfer erhält man einen Wertstoff als Konzentrat. Er kann dem Beschichtungsbad wieder zugeführt werden. „Wir nennen das Recycling“, macht Gert Wolf deutlich.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/umweltschutz/articles/90480/

Weitere Berichte zu: Konzentrat Produktionsprozess Sondermüll Verdampfungsanlage

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie