Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spaleck punktet beim Gleitschleifen mit kundenspezifischer Prozesstechnik

17.08.2007
Zwei Innovation stellt der Anlagenhersteller Spaleck in den Vordergrund der Präsentation auf der EMO 2007: die große Gleitschliff-Durchlaufanlage DL 2000 und die Verwendung verschleißfester Keramik im Spaltbereich bei kleineren Fliehkraftanlagen. Beide Innovationen sind für Spaleck-Vertriebsleiter Thomas Tekolf, Bocholt, das Ergebnis einer gründlichen Marktanalyse.

„Der intensive Wettbewerb zwischen den Maschinenbauunternehmen im Gleitschleifmarkt hat in den letzten Jahren zu immer neuen technischen Innovationen geführt“, stellt Tekolf fest. Dabei habe Spaleck in den Bereichen Durchlaufanlagen und Fliehkrafttechnik eine führende Rolle übernommen. Sichtbarer Ausdruck dafür ist die Durchlaufanlage DL 2000, mit der Teile bis zu 350 mm Durchmesser bearbeitet werden können, ohne dass sie zusammenstoßen. Dabei verringert der vertikale spiralförmige Aufbau die Aufstellfläche. Dennoch ist die Anlage zu groß, um sie auf der Messe am Stand im Original ausstellen zu können.

Senkrechte Spiralkonstruktion verbessert Umlaufverhalten

Gezeigt wird stattdessen die kleinere Baugröße DL 1000, die nach dem gleichen Prinzip wie große Anlage arbeitet. So ist der wesentliche Unterschied im Vergleich zu einer horizontalen Spiralkonstruktion zu sehen: die schräg abfallende Laufrichtung, die laut Tekolf „ein deutlich besseres Umlaufverhalten erzeugt, wovon sich die Kunden von Spaleck in Versuchen regelmäßig überzeugen“.

Dabei geht es jedoch weniger um die reine Maschinentechnik. Vielmehr steht für die Kunden die Bearbeitung der Teile im Vordergrund. Für den Anlagenhersteller bedeutet das: „Wir verkaufen mittlerweile keine reinen Maschinen mehr“, berichtet Tekolf, „sondern Lösungen“.

Durchlaufanlagen contra Chargenbearbeitung

Das heißt: Die Kunden wollen eine Prozesstechnik, die ein Bearbeitungsproblem löst. So sind die Durchlaufanlagen der DL-Baureihe laut Spaleck-Vertriebsleiter für Anwendungen prädestiniert, bei denen die Chargenbearbeitung an Grenzen stößt. Dieses Limit sieht Tekolf einerseits in der Qualitätsmaximierung, die heutzutage nicht die Automobilzulieferer fordern.

Andererseits sei die Prozessdokumentation und -einbindung in automatische Fertigungslinien immer wieder eine Herausforderung. „Besonders spannende Projekte“, so der Vertriebsleiter, könne man daher am Stand „in Form von Videodokumentationen auf anschauliche Weise“ nachvollziehen.

Vom Anlagen- zum Prozessanbieter

Der Wechsel vom Anlagen- zum Prozessanbieter umfasst aber noch mehr. Denn die Aufgabe eines Spezialisten für Gleitschleifprozesse endet nicht mit der Inbetriebnahme einer Anlage. „Vielmehr fängt sie dann erst richtig an“, stellt Tekolf fest.

Grund dafür sind schnell ändernde Marktanforderungen. Das geht teilweise mit einem Werkstückwechsel und immer mit einer Anlagenanpassung einher. So ist laut Spaleck-Vertriebsleiter die Anbindung von Datenbanken, in denen bearbeitete Werkstückchargen und vorgekommene Fehler lückenlos über Jahre hinweg protokolliert werden, bald schon Alltagsgeschäft.

Wachstendes Qualitätsbewußtsein für Prozessmittel bei Kunden

Dazu kommt das wachsende Qualitätsbewußtsein der Kunden bei den Gleitschleif-Compounds und Chemikalien. Noch vor wenigen Jahren hat es bei diesen Prozessmitteln einen rapiden Preisverfall gegeben. Heute ist man sich bewusst, dass deren Qualität Ausschussquoten verringern kann, wie Tekolf berichtet. Außerdem schützten hochwertige Compounds und Chemikalien Gleitschliffanlagen vor größeren Schäden.

So tragen die Prozessmittel heutzutage zum Imagegewinn der Kunden bei. Diese Vorteile haben sich inzwischen in deren Köpfen so sehr verankert, dass Spaleck kundenspezifisch Prozessmittel herstellt.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/mechanischeoberflaechenbearbeitung/articles/90251/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Proteine Zellmembranen verformen

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor Oliver Daumke vom MDC erforscht. Er und sein Team haben nun aufgeklärt, wie sich diese Proteine auf der Oberfläche von Zellen zusammenlagern und dadurch deren Außenhaut verformen.

Zellen schnüren regelmäßig kleine Bläschen von ihrer Außenhaut ab und nehmen sie in ihr Inneres auf. Daran sind die EHD-Proteine beteiligt, die Professor...

Im Focus: Safe glide at total engine failure with ELA-inside

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded after a glide flight with an Airbus A320 in ditching on the Hudson River. All 155 people on board were saved.

On January 15, 2009, Chesley B. Sullenberger was celebrated world-wide: after the two engines had failed due to bird strike, he and his flight crew succeeded...

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Poseidon goes Politics – Wer oder was regiert die Ozeane?

27.02.2017 | Veranstaltungen

Fachtagung Rapid Prototyping 2017 – Innovationen in Entwicklung und Produktion

27.02.2017 | Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Herz-Untersuchung: Kontrastmittel sparen mit dem Mini-Teilchenbeschleuniger

27.02.2017 | Medizintechnik

Neue Maßstäbe für eine bessere Wasserqualität in Europa

27.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wenn der Schmerz keine Worte findet - Künstliche Intelligenz zur automatisierten Schmerzerkennung

27.02.2017 | Medizintechnik