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Hochglanz-Polypropylen ersetzt ABS bei Kühlschrank-Innenteilen

12.06.2007
Der koreanische Elektrokonzern Samsung wird künftig sichtbare Innenteile in Kühlschränken aus dem Polypropylen Moplen EP 649N herstellen.

Dieser Hochglanz-Thermoplast wird von Polymirae hergestellt, einem Jointventure-Unternehmen des Basell-Konzerns in Yeosu/Korea. Dieses Polypropylen wird als Ersatz für den Styrolkunststoff ABS angesehen und ermöglicht dem Haushaltsgeräte-Hersteller laut Basell die Herstellungskosten zu senken.

Insgesamt wird Samsung 23 verschiedene Kühlschrankteile aus dem Polypropylen herstellen. Die Anwendungen umfassen Eis- sowie unterschiedliche Innenfächer. „Dies ist vermutlich das erste Mal, dass ein Hersteller so systematisch hochglänzendes Polypropylen für sichtbare Einbauelemente in Kühlschränken ausgewählt hat“, stellt G. Y Ha, technischer Anwendungsentwickler bei Polymirae fest.

Seiner Auffassung nach wird der Wechsel hin zu Polypropylen für den Kunden Samsung ein beträchtliches Potenzial an Einsparungen mit sich bringen. „Aufgrund der niedrigeren Rohstoffpreise im Vergleich zu Styrolkunststoffen wie ABS und schlagzähem Polystyrol sowie der niedrigeren Dichte von Poypropylen, können Hersteller bis zu 14% mehr Teile aus einem Kilo Kunststoff herstellen“, erklärt der Polymirae-Anwendungsentwickler.

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Außerdem ist der Herstellungsprozess erheblich vereinfacht. Den Grund dafür sieht man darin, dass Polypropylen im Gegensatz zu ABS vor der Verarbeitung nicht vorgetrocknet werden muss.

Mit dem Wechsel zu Poylpropylen will Samsung, die Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftes mit „weißer“ Ware weiter steigern. Als Voraussetzung dafür wird eine hohe Rohstoffqualität angesehen. „Gefordert war hohe Steifigkeit und Schlagzähigkeit bei niedrigen Temperaturen, gepaart mit Glanz und Kratzfestigkeit. Ebenso mussten wir auch auf die genaueste Einhaltung von Farbspezifikationen, das so genannte Colour Matching achten“, schildert der koreanische Manager von Polymirae. Hinsichtlich des Kontaktes mit Lebensmitteln entspricht das Hochglanz-Polyproyplen laut G.Y Ha allen gesetzlichen Anforderungen in den USA und Europa.

Der Kunststoff ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Polymirae und der Basell-Forschung. Derzeit produzieren die Unternehmen den Kunststoff in einer auf der Spheripol-Technologie basierenden Anlage in Korea.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de

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