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Mehr Alternativen zum Lackieren

08.01.2007
Rund 20% der Produktionskosten entfallen in der Automobilindustrie auf das Lackieren.

Das hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich das Folien-Hinterspritzen bei Kunststoff-Karosserieteilen mit Class-A-Oberflächen etablieren konnte. Der Verfahrensvorteil bei der Farbanpassung dieser Anbauteile an die Metallkarosserie ist: Sie kann orts- und zeitgleich zusammen mit der Bauteilherstellung stattfinden, so dass ein separates Lackieren nicht erforderlich ist.

Nun bringt der Kunststoffspezialist Bayer Materialscience eine weitere Variante für Automobilteile ins Spiel: das In-Mold-Coating (IMC), das die Verfahren klassisches Spritzgießen und Reaction-Injection-Molding (RIM) miteinander verknüpft. In einer 2-Kavitäten-Form wird das Bauteil spritzgegossen und mit einer Polyurethanschicht injiziert, die innerhalb der Kühlzeit des Thermoplastteils im Werkzeug aushärtet.

Auf diese Weise können die Automobilteile mit funktionalen Schichten, Dekorlacken oder -häuten versehen werden, ohne dass die Zykluszeit im Vergleich zum Thermoplast-Spritzgießen länger ist. Das sichere eine hohe Produktivität, heißt es. Versuche mit Prototypen hätten bereits viel versprechende Ergebnisse geliefert.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.bayermaterialscience.com

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