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Experten aus der Luftfahrtindustrie zu Gast in der Leibniz Universität Hannover

08.01.2007
Großer Erfolg: Mehr als 200 Fachleute haben sich beim 2. Hannover Kolloquium des Produktionstechnischen Zentrums Hannover über Innovationen in der Luftfahrttechnik ausgetauscht

Das Aktuellste aus der Produktionstechnologie der Luftfahrt gab es im Dezember 2006 im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) der Leibniz Universität Hannover zu hören und zu sehen. Ein prominenter Gast aus der Niedersächsischen Politik eröffnete das 2. Hannover Kolloquium des PZH vom 30. November bis 1. Dezember, bei dem sich Experten der Luftfahrtindustrie aus ganz Deutschland getroffen haben. Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, wies auf die hohe Bedeutung der Luftfahrtindustrie am Standort Niedersachsen hin: "Die Branche darf auch in Zukunft die volle Unterstützung der Landesregierung erwarten."

Mehr als 200 Fachleute kamen zum Kolloquium "Produktionstechnik in der Luftfahrtindustrie - Erfolgsfaktoren für europäische Unternehmen", um sich über die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Produktentwicklung, Produktionstechnologie und Logistik auszutauschen. Die Leibniz Universität Hannover zählt mit ihren hoch qualifizierten Forschergruppen zu den bedeutenden wissenschaftlichen Zentren der Produktionstechnologie in der Luftfahrt. Die Luftfahrtindustrie ist in vielen Technologiefeldern Vorreiter kommender Entwicklungen auch anderer Branchen. In zahlreichen Einzelvorträgen ging es während des Kolloquiums unter anderem um Triebwerksbau, Produktentwicklung, Logistik sowie Rahmenbedingungen in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Einer der Höhepunkte des Kolloquiums war der Vortrag von Michael Watts vom amerikanischen Luftfahrtunternehmen Boeing. Sein Thema: Die neuen Herausforderungen, die aus dem vermehrten Einsatz von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK) in der Flugzeugstruktur entstehen. Beim Einsatz von CFK in der Rumpfstruktur müssen die Verbindungs- und Verstärkungselemente nicht wie bisher aus Aluminium, sondern aus Titan hergestellt werden. Das stellt vollkommen neue Herausforderungen an die gesamte Prozesskette zur Herstellung der Strukturbauteile.

Claus Peter Sülflow von der Hapag-Lloyd Fluggesellschaft beschäftigte sich in seinem Leitvortrag mit den Anforderungen, die Luftfahrtgesellschaften an die Flugzeuge stellen. Er zeigte auf, welche technologischen Entwicklungsschritte in den vergangenen Jahren zu einer deutlich verbesserten Sicherheit und Wirtschaftlichkeit geführt haben - etwa bei den so genannten Low-Cost-Carriern. Dort werde nicht an der Sicherheit der Flugzeuge gespart. Es gebe vielmehr zahlreiche andere Möglichkeiten, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, etwa durch den Wegfall der Sitzverstellung. Dadurch könne Gewicht eingespart werden, was wiederum zu einem geringeren Verbrauch des Flugzeuges beziehungsweise zu einer höheren Nutzlast führe.

Das PZH, in dem sich alle produktionstechnischen Institute der Leibniz Universität Hannover mit ihren gesamten Einrichtungen zusammengeschlossen haben, will wegen des großen Erfolges und vieler positiver Rückmeldungen Ende 2008 wieder ein Hannover Kolloquium ausrichten - das Thema ist noch offen. Die Fertigungstechnik in der Luftfahrt wird bereits im November 2007 während eines vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen ausgerichteten Seminars wieder Schwerpunkt sein.

Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Jens Köhler vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen unter Telefon +49 511.762-5950 oder per E-Mail unter koehler@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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