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Eine einfache Art der Referenzierung für Elektroden oder kleine Werkstücke

24.11.2006
„Weniger ist mehr“ – unter diesem Motto stellt Hirschmann auf Euromold in Frankfurt (29. November bis 2. Dezember 2006) eine einfache Art der Referenzierung für Elektroden oder kleine Werkstücke vor.

Die Idee, die dabei Pate stand, ist so einfach wie die Handhabung des neuen Referenzsystems 500 Prisfix, so das Unternehmen.

Zunächst stellten sich die Entwicklungsingenieure die Frage, ob denn beim Senkerodieren oder HSC-Fräsen immer eine, zum Teil teuere, Palette erforderlich ist. Schließlich dient eine Palette lediglich als einheitliche Referenz-Basis. Durch diese Basis kann eine Elektrode oder ein Werkstück von einem Bearbeitungsprozess zum nächsten befördert werden. Diese Beförderung kann manuell aber auch automatisiert erfolgen. Auch die Voreinstellung von Werkstücken und/oder Elektroden ist dadurch möglich. Wichtig ist dabei eine hochpräzise Positionier- und Wiederholgenauigkeit.

Das neue Referenzsystem PrisFix, bei dem keine Palette mehr notwendig ist, besteht aus vier Z-Anlagen und vier X-Y-Referenzprismen und funktioniert relativ einfach: Auf der Elektrode oder dem kleinen Werkstück wird ein Bohrbild gefertigt: vier Bohrungen mit 5 mm Durchmesser zur Aufnahme der Referenzprismen, vier Gewindebohrungen M5 für die Z-Anlagen sowie eine Gewindebohrung M12 x 1,25 für den Spannzapfen.

Die Z-Anlagen und der Spannzapfen werden eingeschraubt. Die X-Y-Referenzprismen werden mit aushärtbarem Klebstoff benetzt und in die 5-mm-Bohrungen eingesetzt und dann die Elektrode oder das Werkstück in einem Elektrodenspanner eingespannt. Die Prismen passen sich der Form des Spanners an und erhalten ihre Lage. Anschließend härtet der Klebstoff aus.

Stellt sich nun die Frage, „hält das denn?“ – sicher, sowohl der Elektrodeneinsatz als auch die Fertigung in HSC-Maschinen ist getestet worden, betont der Hersteller. Die Ergebnisse der Tests zeigen eine hohe Steifigkeit des Prisfix-Systems, die herkömmlichen Palettensystemen in keiner Weise unterliegt, heißt es weiter. Die stoffschlüssige Verbindung sei durch die Art der Montage fest mit dem Werkstück oder mit der Elektrode verbunden. Verschiebungen durch den Einsatz mehrschichtiger Materialkomponenten seien ausgeschlossen.

Besucher der Euromold können sich von diesem Referenzsystem überzeugen. Diese Elektroden sind unter anderem auch in einer Fanuc-HSC-Fräsmaschine zu sehen, die durch einen 6-Achs-Roboter automatisiert ist. So lassen sich Elektroden einfach, schnell und äußerst günstig herstellen, die dann in einer automatisierten Produktionszelle, bestehend aus einer HSC-Fräsmaschine und einer Senkerodiermaschine, verbunden mit einem Handlinggerät, eingewechselt werden können.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.hirschmanngmbh.com

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