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2K-Dosier- und Mischanlagen für die Silikonverarbeitung im Formenbau

16.11.2006
Für Formen- und Modellbauer ist hochmolekulares Silikonharz heute ein unverzichtbarer Werkstoff.

Dessen Verarbeitung übernehmen hoch automatisierte Dosier- und Mischanlagen, berichtet das Ingenieurbüro Tartler.

Das Anwendungsspektrum technischer Silikone ist breit gefächert. Vor allem im Formen- und Modellbau spielen Silikon-Werkstoffe heute eine Hauptrolle. Als maßgebendes Kriterium für die wirtschaftliche und sichere Verarbeitung der Silikone gilt dabei das exakte Zusammenführen der Komponenten Harz und Härter. Diese Aufgabe übernehmen die modular konzipierten und hoch automatisierten Dosier- und Mischanlagen.

Im Formen- und Modellbau erfordert der Einsatz von Silikonharzen absolut präzise Mischungsverhältnisse. Der hessische Anlagenbauer Tartler entwickelt, konstruiert und montiert daher nach eigenen Angaben Zwei-Komponenten-Dosier- und Mischanlagen, die – basierend auf der Basistechnologie – in den meisten Fällen systemoptimiert und kundenorientiert ausgeführt sind. Das heißt, es entstehen Anlagen, die auf den jeweiligen Anwendungsfall maßgeschneidert sind.

Eine typische und inzwischen vielfach bewährte Anlage für solcherlei Aufgaben ist die Tardosil 200. Sie ermöglicht Mischungsverhältnisse von 100:5 bis 100:25 und eignet sich daher (je nach Ausführung) zur Herstellung flüssiger oder hochviskoser Silikone. Die Anlage leistet einen stufenlosen Ausstoß von 0,5 bis 5 Liter pro Minute. Das Harz wird aus einem Blechfass (200-Liter) bezogen, niederviskose Härter kommen aus einem speziellen Druckbehälter.

Dabei realisiert Tartler nach eigenen Angaben auch Anlagen für extreme Anforderungen – etwa zur Verarbeitung hochpastöser Harzkomponenten (120.000 mPas) oder wasserdünner Härterkomponenten. Zudem passt der hessische Hersteller seine Anlagen in der Dimensionierung den Produktionsbedingungen im Formen- und Werkzeugbau an.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Anlagen ist der rotierende Statikmischer mit Drehzahl-Regelung. Er lässt sich aufgrund seiner Bauweise universell als Handmischkopf oder in automatisierten Systemlösungen mit Roboter- und CNC-Technik verwenden. Der rotierende Statikmischer garantiert, dass die Silikonharze optimal gemischt werden und sich in der gewünschten Dosierung exakt auftragen lassen.

Da die Mischelemente bis in die vordere Spitze des Mischrohrs wirken, werden Toträume bei der Materialverarbeitung vermieden. Ein Vormischer am Ventilausgang sorgt zusätzlich für verzögerungsfreies Mischen. Diese Faktoren sichern entscheidend eine kontinuierlich hohe Qualität im automatisierten Dauerbetrieb.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.tartler.com

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