Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktive Laserschutzwand verfügt über optische Sensoren

24.10.2006
Der Anstieg der Laserausgangsleistungen, die hervorragenden Strahlparameter, die Kombination mit langen Brennweiten und die Tendenz, aus Platz- und Kostengründen kleine Kabinen zu bauen, führen immer häufiger dazu, dass im Fehlerfall zunehmend höhere Bestrahlungsstärken auf der Vorderseite der Laserschutzwand auftreten können.

Passive Laserschutzwände müssen sehr aufwändig gestaltet sein (Mehrwandsysteme), um eine ausreichende Schutzwirkung über die angesetzte Inspektionszeit zu gewährleisten. Ein geeigneter Lösungsansatz, der bei richtiger Auslegung auch wirtschaftlich vertretbar ist, sind aktive Laserschutzwandsysteme. Sie verfügen über einen oder mehrere Sensoren, die eine Bestrahlung der Schutzwand durch Laserstrahlung detektieren.

Durch Integration der Sensoren in eine Sicherheitssteuerung wird innerhalb der passiven Standzeit der Laserschutzwand eine Isolation der Laserstrahlung steuerungstechnisch realisiert.

Die technischen Anforderungen an eine aktive Laserschutzwand resultieren aus den entsprechenden Normen. Gemäß der DIN EN 60825-4 muss für aktive Laserschutzwandsysteme gewährleistet sein, dass eine sichere Isolation der Laserstrahlung innerhalb des Zeitraumes ihrer passiven Sicherheit erfolgt, so dass außerhalb der Laserschutzwand die Grenzwerte zugänglicher Strahlung der Laserklasse 1 nicht überschritten werden.

Sicher bedeutet in Verbindung mit der DIN EN 60825-1, dass die Laserstrahlung beim Auftreten von Einzelfehlern ausfallsicher isoliert wird. Dieses wiederum heißt, dass gemäß der DIN EN 954-1 die sicherheitsbezogenen Teile der Steuerung die Anforderungen der Steuerungskategorie 3 oder höher erfüllen müssen.

Beim Umsetzen der Anforderungen und Realisieren des Schutzwandsystems sind Wirtschaftlichkeit und Industrietauglichkeit entscheidende Parameter. Im Vergleich zu anderen Lösungsansätzen wurden optische Sensoren favorisiert, da mit Hilfe einer geringen Anzahl von Sensoren die Schutzwandkassette sicher überwacht werden kann und die Sensoren mit geringem Aufwand auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden können.

Aus Kostenaspekten erfolgt die Signalübertragung elektrisch/elektronisch, wobei die Modulsysteme über Bussysteme miteinander verknüpft werden, um den Aufwand der Verkabelung zu minimieren.

Das entwickelte Schutzwandsystems sorgt für die Isolierung der Laserstrahlung bei Bestrahlung der Schutzwand innerhalb der passiven Schutzdauer der Wand (Abschaltzeiten

Die Statusanzeige für Störung und Alarm ist für jede Schutzwandkassette auslesbar. Die Verknüpfung der Sensormodule erfolgt mittels AS-Interface-Bus-System oder sicherer SPS. Durch den modularen Aufbau ist die Laserschutzwand erweiterbar.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de
http://www.fuechtenkoetter-luft.de

Weitere Berichte zu: Laserschutzwand Laserstrahlung Schutzwand Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie