Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leichtere Automobile durch Laserstrahlschweißen

29.09.2006
Um das Schweißen von Tailored Blanks aus leichteren Stählen zu ermöglichen, hat das LZH einen flexiblen Induktor für die Nachwärumung der Schweißnähte konstruiert. Mit diesem Werkzeug können aus "höherfesten Stählen" maßgeschneiderte Stahlbleche verschiedener Blechdicke und Güte für die Automobilindustrie angefertigt werden.

In Deutschland arbeitet die Automobilindustrie intensiv an Leichtbaukonzepten zur Reduktion der Fahrzeugmasse und damit zur Verringerung des Kraftstoffverbrauches. Dazu gehören einerseits der Einsatz von höherfesten Stählen oder Aluminium- bzw. Magnesiumlegierungen und andererseits die Verwendung von Tailored Blanks, maßgeschneiderte Stahlbleche verschiedener Blechdicke und Güte.

Allerdings ist das Laserstrahlschweißen von Tailored Blanks aus höherfesten Stählen nicht trivial - wegen der durch die hohen Aufheiz- und Abkühlraten entstehenden Sprödigkeit der Schweißnähte. Eine signifikante Verbesserung kann jedoch erzielt werden, wenn eine prozessintegrierte induktive Nachwärmung der Schweißnaht direkt nach dem Schweißvorgang erfolgt.

Dieser Prozess ist ein Ergebnis des Sonderforschungsbereiches 362 "Fertigen in Feinblech" (SFB 362) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), an dem neben der TU Clausthal und der Universität Hannover auch das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) beteiligt war. Weiterhin sollte die induktive Nachwärmung der Schweißnaht auf so genannte "nichtlineare Tailored Blanks" zu übertragen werden, Platinen aus hochfesten Stahlwerkstoffen mit fast beliebigen Schweißnahtgeometrien. Hauptziel war es, einen flexiblen, prozessintegrierten Induktor zu konstruieren und zu qualifizieren. Wichtig war, dass sich der Induktor an den Nahtverlauf anpasst, um eine gleichmäßige Nachwärmung zu gewährleisten.

... mehr zu:
»LZH »Schweißnaht

Am LZH wurde ein flexibler, mehrteiliger Induktor für zweidimensionale Schweißnähte konstruiert. Der Induktor wird hierbei mechanisch mit Hilfe einer Matrize über die Schweißnaht geführt. Er hat eine Bewegungsradius von 90° und eine maximale Vorschubgeschwindigkeit von 3 m/min. Mit diesem Induktor wurde eine ausreichende Umformbarkeit der Schweißnaht erzielt. Mehr Information zum System ist auch auf der Messe EuroBlech in Hannover (24.-28.10.06) auf Stand C 21 in Halle 12 erhältlich.

Die bereits gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in einem DFG-Nachfolgeprojekt optimiert werden. Ziel ist, die induktive Nachwärmung von linearen Tailored Blanks in die industrielle Fertigung zu überführen. Projektpartner sind das LZH, die Volkswagen AG, die ThyssenKrupp Steel AG, die Trumpf GmbH & Co. KG sowie die Hüttinger Elektronik GmbH & Co. KG.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: LZH Schweißnaht

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen
12.04.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Kaltmassivumformung: auch komplexe Bauteilherstellung virtuell und kostengünstig designen
29.03.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics