Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geförderte Projekte zur Herstellung funktionaler Oberflächen erstmals vorgestellt

01.07.2008
Die Entwicklung und Herstellung funktionaler Oberflächen gehört zu den wichtigsten Faktoren bei der Schaffung innovativer Produkte. Bei einem internationalen Symposium, des Instituts für Werkstofftechnik (IWT) an der Universität Bremen stellten Stipendiaten der Volkswagen-Stiftung ihre Projekte und die Zwischenergebnisse vor. Die Vorhaben versprechen Anwendungsmöglichkeiten in vielen Branchen.

Unter anderem präsentierten Wissenschaftler beim Symposium Verfahren, mit denen fälschungssichere Hologramme erstellt und Haihäute auf Flugzeugen hergestellt werden können. Die Volkswagen-Stiftung fördert daher seit 2005 interdisziplinäre Gruppen von Wissenschaftlern bei der Umsetzung von Forschungsvorhaben, denen vielversprechende Visionen zugrunde liegen.

Kostengünstige Oberflächenstrukturierung im Nanometerbereich

Zu den 17 Verbundprojekten, die von der Volkswagen-Stiftung mit insgesamt rund 12 Mio. Euro gefördert werden, zählt ein Forschungsvorhaben des Instituts für Werkstofftechnik (IWT) der Universität Bremen. Gemeinsam mit dem Bremer Institut für Angewandte Strahltechnik (BIAS) entwickelten die Wissenschaftler eine Methode, um kleinste Strukturen bis hinein in den Nanometerbereich vergleichsweise kostengünstig auf Oberflächen erstellen zu können. Basis dafür sind hochpräzise Verfahren der Mikrozerspanung genutzt, die es ermöglichen, eine Art Relief in das Material zu schneiden.

... mehr zu:
»Volkswagen-Stiftung

Einsatzmöglichkeiten für diese Technik ergeben sich beispielsweise im Bereich der Optik: Die winzigen Landschaften ermöglichen, Lichtwellen so zu brechen, dass Hologramme entstehen. Auf Produkten oder Ausweisen können diese fälschungssicheren Hologramme eines Tages zum einwandfreien Nachweis der Identität dienen. Zahlreiche weitere Anwendungen sind denkbar.

So lassen sich mit dem vom IWT entwickelten Verfahren auch Daten auf Metallplatten schreiben. Wichtige Informationen können so für mindestens 20000 Jahre gespeichert werden und löschen sich nicht spätestens nach einigen Jahrzehnten von selbst – im Gegensatz zur CD und DVD.

Polymer-Implantate verhindern Blutgefäßverengung

Aus dem Bereich der Medizintechnik kommt ein gemeinsames Projekt der Technischen Universität Berlin und der Universitätsklinik Charité. Implantate, die eine Verengung der Blutgefäße verhindern sollen, können häufig nicht verhindern, dass Zellmaterial verklebt und Thrombose verursacht. Eine innovative, mikrostrukturierte Oberfläche von Polymer-Implantaten soll dies nun verhindern. Sie ermöglicht außerdem die kontinuierliche Abgabe von Medikamenten, um neue Verengungen zu verhindern.

Auch das Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), Bremen, wird von der Volkswagen-Stiftung seit Beginn der Initiative „Innovative Materialien zur Herstellung funktionaler Oberflächen“ gefördert. Dort wird versucht, das effiziente Strömungsverhalten von Haihäuten für Flugzeuge nutzbar zu machen.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt testen die Wissenschaftler im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, ob sich die Strukturen direkt in den Anstrich der Maschine integrieren lassen. Applikation, Strukturierung und Lacktrocknung sollen in einem einzigen Arbeitsschritt erfolgen. Im Erfolgsfall wird aufgrund des geringeren Luftwiderstands mit Treibstoffersparnissen bis zu 10% gerechnet.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1498&pk=125799

Weitere Berichte zu: Volkswagen-Stiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht eldec-Technologie im Maschinenbau: Standardisierte Hochleistungsgeneratoren für exzellente Maschinenbaulösungen
15.12.2016 | EMAG eldec Induction GmbH

nachricht Neuer Fräser arbeitet schneller und spart Energie
12.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie