Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siliconpolymere als Schleifpartikelträger verbessern das Strömungsschleifen

10.04.2008
Eislingen (jk) – Zeller + Gmelin hat das Strömungsschleifen zur Gratentfernung an Bohrungsübergängen weiter optimiert. Die Weiterentwicklung geschah in Zusammenarbeit mit einem Automobilzulieferer, um die Endbearbeitung von Kraftstoffeinspritzsystemen so zu verbessern, das kein Grat mehr die laminare Strömung in den kraftstoffführenden Einspritzkanälen mehr stören kann.

Das Ergebnis der Entwicklung ist das Produkt Multicut Flowgrind, eine polymeres Bindemittel als Matrix für die Schleifpartikel. Es wird beim Strömungsschleifen einer extremen Scherbelastung ausgesetzt, die aus dem hohen Bearbeitungsdruck und dem kleinen Durchmesser der Kanäle resultieren. Außerdem soll damit zusätzlich zum Abtragprozess auch ein Verrundungseffekt an den Übergängen entstehen, ohne die Geometrie anderswo zu verändern.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, setzt man auf die Eigenschaften bestimmter Siliconpolymere: Ohne Scherbelastung seien sie fließfähig wie Honig. Unter Belastung zeigten sie jedoch ein elastisches Verhalten, zum Beispiel wie ein Gummiball, der zu Boden geworfen wieder zurückspringt.

Polymere guter Trägerwerkstoff beim Strömungsschleifen

Dieses Verhalten prädestiniert diese Polymere laut Zeller + Gmelin als Trägerwerkstoff für die Schleifpartikel beim Strömungsschleifen: Ein hervorstehender Grat erhöht die Scherbelastung des durchströmenden Mediums, dessen Eigenschaften dann vom viskosen zum elastischen Bereich verschoben werden.

Dadurch wird aus der zähflüssigen Paste ein der Innengeometrie der Kanäle angepasster „Schleifstein“, der die verengenden Bereiche abträgt, während im restlichen Strömungsbereich kaum Abrasion stattfindet.

Strömungsschleifen vor allem für komplex gebaute Teile

Mit dem Strömungsschleifen lassen sich in geometrisch komplex geformten Bauteilen Bearbeitungsergebnisse erzielen, die mit konventionellen Endbearbeitungsverfahren wie Läppen oder Honen nicht darstellbar sind. Dazu werden zu einem Trägerwerkstoff, das aus speziellen Polymeren besteht, abrasive Partikel – zum Beispiel Siliciumcarbidteilen – zugegeben.

Dabei entsteht eine pastöse Suspension, die über entsprechende Vorrichtungen durch das zu bearbeitende Werkstück gepresst wird und dabei wie eine „flüssige Feile“ wirkt.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/mechanischeoberflaechenbearbeitung/articles/117383/

Weitere Berichte zu: Siliconpolymere Strömungsschleifen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Elektrische Spannung: Kaiserslauterer Ingenieure erforschen Versagen bei Kugellagern
28.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Modulares Fertigungssystem für Kettenräder
15.03.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten