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An der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV)
auf der Insel Riems (Mecklenburg-Vorpommern) wird ein neues "Institut für
neue und neuartige Tierseuchenerreger" etabliert, das verstärkt
Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der BSE und verwandter Tierkrankheiten
durchführen soll. Die dafür notwendigen Laborräume werden derzeit
errichtet und den neuen Aufgaben angepasst. Nach deren Fertigstellung ist
vorgesehen, das nationale Referenzlabor für BSE, das sich derzeit noch in
Tübingen befindet, kurzfristig auf die Ostseeinsel zu verlegen.
Mit dieser Neugründung auf der Insel Riems wird die Forschung über Prion-Erkrankungen - wie vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angekündigt - intensiviert und damit der aktuellen Entwicklung der BSE-Krise Rechnung getragen. Damit verbunden ist ein Ausbau des Referenzlabors zum nationalen Referenzzentrum BSE/Scrapie, wobei hier die Abklärung unklarer Befunde sowie die Zulassung und Evaluierung von Nachweismethoden für BSE und Scrapie im Vordergrund stehen. Weitere wichtige Aufgaben sind die Zusammenarbeit mit den Untersuchungseinrichtungen der Länder bei der Koordinierung der BSE-Untersuchungen, aber auch die Dokumentation und zentrale Erfassung aller relevanter Daten.
Der Präsident der BFAV, Professor Dr. Thomas C. Mettenleiter, begrüßt die Möglichkeit, durch das neue Institut drängenden Forschungsfragen vertieft nachgehen zu können. So soll unter anderem untersucht werden, wie sich die BSE-Erreger im infizierten Tier und in der Umwelt ausbreiten. Dem Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger werden 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehören.
Dr. Michael Welling | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
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