Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kooperation bei mobiler Software - Entwicklung und Implementierung auf Basis offener Standards

16.05.2002


Nokia und Siemens Information and Communication Mobile (Siemens IC Mobile) gaben heute ihre Pläne für die gemeinsame Entwicklung und Implementierung von Software für mobile Terminals auf Basis offener Standards bekannt. Die beiden Unternehmen werden im Rahmen dieser Kooperationsvereinbarung neue Möglichkeiten ausloten, um die maximale Interoperabilität zwischen mobilen Geräten und Applikationen zu erreichen und so einen Mehrwert für Betreiber, Entwickler, Unternehmen und Verbraucher zu schaffen. Ziel ist es, die gemeinsamen Funktionen und Eigenschaften von Plattformen für mobile Endgeräte unterschiedlicher Kategorien, zum Beispiel Smartphones, für die gesamte Branche zu definieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In einem ersten Schritt planen Nokia und Siemens, den Entwicklern gemeinsame Tools an die Hand zu geben sowie neue Markteinstiegschancen zu eröffnen. Darüber hinaus wird Siemens die Series-60-Softwareplattform lizenzieren und in Zusammenarbeit mit Nokia weiterentwickeln.


Nokia und Siemens gehen mit ihrer Initiative die ersten Schritte in Richtung eines Marktes für mobile Endgeräte auf Basis offener Standards. Erklärtes Ziel beider Unternehmen ist die Entwicklung und Implementierung gemeinsamer Softwarefunktionen für mobile Endgeräte. Gleichzeitig will man die Entwickler-Community für mobile Terminalsoftware fördern und erweitern.

"Interoperabilität ist unsere Zukunft" so Peter Zapf, Leiter des Geschäftsgebiets Mobile Phones des Siemens-Bereichs IC Mobile. "Um Verbraucher und Betreiber optimal zu bedienen, müssen wir uneingeschränkte Interoperabilität zwischen verschiedenen Geräten, Applikationen, Diensten und Netzen gewährleisten. Siemens und Nokia engagieren sich mit ihrer gemeinsamen Initiative für die Zukunft der mobilen Kommunikation und sehen dies auch als Aufruf zur Mitarbeit an andere Marktplayer."


"Die neu gestartete Initiative ist ein Signal für die gesamte Mobilfunkindustrie, da sich unsere Vision einer neuen Generation von hersteller- und plattformunabhängigen Gerätelösungen auf Basis offener Standards durch die Kooperation mit Siemens nun richtig manifestieren kann. Unsere Aktivitäten sind ein Mehrwert für alle Entwickler und Betreiber, nicht nur durch das so entstehende übergreifende Softwaredesign, sondern auch dank der nun verstärkten Distributionskapazität für Applikationen und Tools", so Pertti Korhonen, Executive Vice President, Mobile Software, Nokia.

Die Interoperabilität soll nicht nur durch gemeinsamen Beitrag von Siemens und Nokia, sondern auch durch die Unterstützung der Arbeit an offenen Standards in den jeweiligen Standardisierungs- und Branchengremien vorangetrieben werden. Außerdem haben die beiden Unternehmen vor, neue Bereiche zu definieren, in denen offene Standards implementiert und vermarktet werden können.

Nokia und Siemens werden die Series-60-Software in Symbian-OS-basierten Smartphones einsetzen und gemeinsam an der Entwicklung dieser Software weiterarbeiten. Entwickler haben künftig weltweit auf den Websites beider Unternehmen Zugang zu Programmierungs-Schnittstellen für die Entwicklung von Applikationen und zugehörigen Tools – ein enormer Vorteil, da sie dadurch einfachen Zugriff auf die Produktplattformen beider Unternehmen erhalten.

Nokia ist weltweit das führende Unternehmen der mobilen Kommunikationsindustrie. Mit seinen Erfahrungen, seinen innovativen Produkten sowie bedienerfreundlichen und sicheren Lösungen ist das Unternehmen der führende Anbieter von Mobiltelefonen sowie ein führender Anbieter von mobilen, festen und IP-Netzwerken. Durch das mobile Internet schafft Nokia neue Möglichkeiten für Unternehmen und bereichert darüber hinaus den Alltag im Privatleben. Nokia ist an den sechs wichtigsten Börsen notiert und gehört somit weltweit zu den Unternehmen mit dem größten Aktienstreubesitz.

Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (IC Mobile) deckt das komplette Mobilfunkgeschäft mit Endgeräten, Netzwerk-Infrastruktur und mobilen Anwendungen ab. Bei den Endgeräten reicht das Produktspektrum von Mobiltelefonen und drahtlosen Übertragungsmodulen über mobile Organizer bis hin zu schnurlosen Telefonen sowie Produkten für Wireless Home Networks. Bei der Infrastruktur umfasst das Angebot GSM, GPRS und 3G Netzwerktechnik von Basisstationen über Vermittlungstechnik bis hin zu intelligenten Netzwerken, z.B. für Prepaid-Dienste. Das Angebot an mobilen Anwendungen besteht aus End-to-end-Solutions wie z.B. Messaging, ortsabhängigen Diensten oder Lösungen für mobiles Bezahlen. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte der Bereich einen Umsatz von 11,3 Mrd. EUR und beschäftigte weltweit 30.730 Mitarbeiter.

Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siemens beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführungen von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siemens ist weder geplant noch übernimmt Siemens die Verpflichtung dazu.

Axel Heim | Information and Communication
Weitere Informationen:
http://www.siemens-mobile.de/

Weitere Berichte zu: Applikation Endgerät Entwickler Implementierung Interoperabilität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise