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Magisches Auge für Pakete

24.04.2002



Früher wurden in Paketzentren alle Pakete mühsam per Hand sortiert
und zu den richtigen Versandstationen gebracht. Heute erledigen die Arbeit

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große Sortiermaschinen mit langen Förderbändern. Bisher mussten Arbeiter das
Paket mit dem Adressaufkleber nach oben auf das Band
legen, damit die Maschine die Adresse des Empfängers lesen konnte. Dieser

Vorgang kann jetzt wegfallen: Auf der Hannover Messe haben die
Logistikspezialisten von Siemens Dematic in Konstanz ein Erkennungsgerät
vorgestellt, das alle sechs Seiten eines Pakets erfasst und zielgenau den
Empfänger herausfindet. Das System PR1070 kann in alle bestehenden
Fördertechniken ein-gebaut werden und beschleunigt den Sortiervorgang. Die
maximale Transportgeschwindigkeit beträgt 1,9 Meter pro Sekunde.
Der Paketleser kann Barcodes, Computeretiketten oder handschriftliche
Adressaufkleber auf Paketen, Katalogen oder Zeitschriften erkennen - sogar
unter Folien. Das System arbeitet mit sechs Kameras, die von jeder Seite ein
Grauwertbild in einer Auflösung von 200 dpi (dots per inch) aufnehmen. Die
Paketunterseite wird über einen schmalen Spalt im Transportband gescannt.
Nachdem der Adressaufkleber identifiziert wurde, unterscheidet das Gerät mit
ausgeklügelten Rechen-algorithmen zwischen Absender und Empfänger und
ermittelt dessen Postleitzahl, Stadt und Straße. Mit den Informationen
gelingt es der Sortiermaschine dann, das Paket an der richtigen Stelle zu
einer Versandstation auszuschleusen. Daneben meldet das System auch die
Größe des Pakets weiter, damit frühzeitig die Transportkapazitäten
bereitgestellt werden können. Siemens Dematic hat bei Kunden in Europa und
den USA bereits mehrere der Paketleser im Testbetrieb installiert.

Norbert Aschenbrenner | NewsDesk

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