Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fernsteuerung über das Internet

24.04.2002


Berliner und Potsdamer Informatiker bauen zusammen mit Microsoft ein Computerlabor auf / Verbundprojekt DISCOURSE ins Leben gerufen

Drahtlose mobile Kommunikation geht weit über das Telefonieren oder Versenden von SMS-Nachrichten hinaus, im Verbundprojekt DISCOURSE (DIStributed & COllaborative University Research & Study Environment) stehen Internetanwendungen im Mittelpunkt. An dem Projekt, das mit einem Festkolloquium am heutigen Dienstag offiziell seine Arbeit aufgenommen hat, arbeiten sieben Wissenschaftler von der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und des Hasso-Plattner-Instituts an der Universität Potsdam zusammen. Mit Förderung von Microsoft wird ein gemeinsames, verteiltes Computerlabor für Internet-basierte Anwendungen aufgebaut. Es wird sich über sechs Standorte erstrecken und soll sowohl in der Lehre als auch in der Forschung eingesetzt werden.

Mit modernster Netzwerktechnologie und mobilen Endgeräten wie etwa Notebooks oder Organizer ausgestattet, werden in dem Labor neue Anwendungen entwickelt und unter anderem auf Sicherheit und Verlässlichkeit getestet. Beispielsweise könnten in Zukunft Haushaltsgeräte vom Wäschetrockner bis zum Videorecorder über das Internet gesteuert werden bzw. die Geräte dem Nutzer Informationen über das Internet zukommen lassen. Die Firma Microsoft, die das Projekt finanziell und ideell unterstützt, steuert für die Lehr- und Forschungsarbeiten die neue "NET-Plattform" bei.
Das Projekt ist nicht nur angesichts des rasanten Fortschritts in der Mikroelektronik und der zu erwartenden Vernetzung der Alltagsgegenstände von Interesse. "Durch universitätsübergreifende Lehrveranstaltungen verbessern wir die Zusammenarbeit der beteiligten Universitäten. Und durch die wechselseitige Nutzung von Ressourcen anderer Universitäten können wir Kosten einsparen", hob der Projektkoordinator, Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß vom Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin, hervor.

Der amtierende Präsident der TU Berlin, Prof. Dr. Kurt Kutzler, lobte das Projekt als mustergültig und richtungsweisend im Hinblick darauf, wie die Ausbildung von Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs an neuester Technologie auch in schwierigen Zeiten kreativ gestaltet werden kann, wenn sich die richtigen Partner zusammenfinden. "Unseren wissenschaftlichen Nachwuchs, der unser Innovationspotenzial für die Zukunft darstellt, nicht mehr auf dem aktuellen Stand der technischen Entwicklungen ausbilden zu können, wäre ein großer Verlust für die Universität, dies wäre ein Vergehen an unseren Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern, das heißt an der jungen Generation insgesamt", betonte Professor Kutzler.

Kurt Sibold, Vorsitzender der Geschäftsleitung Microsoft Deutschland, erklärte: "Wir freuen uns, mit diesem Projekt unser Engagement im Hochschulbereich sichtbar machen zu können und damit einen Beitrag zu leisten, dass der Wissenschaftsstandort Berlin auch in Zukunft mit Hochtechnologien arbeiten und dadurch neue Entwicklungen auf diesem Gebiet hervorbringen wird."

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß (Koordinator des Projekts), Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin, Tel.: 030/314-73160 oder -73161, Fax: 030/314-25156, E-Mail: heiss@cs.tu-berlin.de.

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.discourse.de
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2002/pi73.htm

Weitere Berichte zu: Computerlabor DISCOURSE Verbundprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Verbesserung des mobilen Internetzugangs der Zukunft
21.07.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Affen aus dem Weltraum zählen? Neue Methoden helfen die Artenvielfalt zu erfassen
21.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie