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Fertigungszellen virtuell in Betrieb nehmen

23.04.2002


Mit dem neuen Engineeringtool eM-PLC wird die Projektlaufzeit und Produktanlaufzeit in der Fertigungsindustrie deutlich verkürzt – zum Beispiel in der Automobil-, Elektronik- oder Luft- und Raumfahrt-Industrie. Fertigungszellen oder -prozesse werden virtuell und dreidimensional am Computer entworfen, simuliert und optimiert, bevor die Produktionsanlage gebaut wird. eM-PLC bietet eine integrierte digitale Entwicklungsumgebung, in der Ingenieure aus der Mechanik- und Elektrokonstruktion von Anfang an gleichzeitig an einem Projekt arbeiten und dabei auf konsistente Daten und Informationen zugreifen. So lassen sich Missverständnisse sofort beseitigen und fehlende Daten korrigieren oder ergänzen. Zusätzlich Aufwand und Zeit spart die Funktion, aus der Computer-Simulation automatisch das Programm für Siemens-Steuerungen erzeugen zu können.

Das jetzt verfügbare Produkt eM-PLC ist Ergebnis der Zusammenarbeit von Siemens Automation and Drives (A&D) und Tecnomatix Technologies Ltd., Herzlia, Israel, mit Anwendern der Automobilbranche. Mehrere Pilotprojekte wurden bereits erfolgreich abgeschlossenen.

eM-PLC ist Bestandteil der eMPower-Produktlinie von Tecnomatix, mit der Fertigungsprozesse virtuell designed, simuliert und optimiert werden. Das Produkt bietet eine umfassende Arbeitsumgebung für das Layout von 3D-Fertigungszellen. Aus den mechanischen Daten der Fertigungszelle wird das Step-7-Programm für die Simatic-S7-Steuerung generiert. Nach Vervollständigung des Programms – zum Beispiel durch zusätzliche Geräte und Aktoren/Sensoren – erfolgt die „virtuelle Inbetriebsetzung“ der Fertigungszelle. Dazu wird das Step-7-Programm in die virtuelle Steuerung S7-PLCSIM geladen. Diese steuert die 3D-Simulationsumgebung der Fertigungszelle. Damit können jetzt bereits vorab im technischen Büro Engineering-Arbeiten erledigt werden, die bisher erst auf der Anlage durchgeführt werden konnten – zum Beispiel die Überprüfung von Automatik- und Handbetrieb, von Verriegelungen und Kollisionsfreiheit oder des Notaus- und Reset-Verhaltens.

Die frühe Verifizierung im technischen Büro verkürzt die Zeit von der Konstruktion bis zur Produktion und führt insgesamt zu kürzeren Projektlaufzeiten sowie Produktanlaufzeiten. Auch auf die Produktqualität hat die virtuelle Fertigungszelle positive Auswirkungen. Mit simultanem Engineering und virtueller Test/Inbetriebnahme sichert der Anwender den gewünschten Produktionsablauf bereits in der Konstruktionsphase ab.

Gerhard Stauß | Presseinformation

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