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Tausend Kilometer Datenübertragung ohne Signalverstärkung

02.04.2002


Die Pioniere des Internet und Surfer mit analogen Modems wissen ein Lied davon zu singen: Lange Ladezeiten beim Aufbau einer Seite oder beim Herunterladen von Dateien kosten Geduld, Nerven und Geld. Kein Wunder, dass die neuen Breitbandtechnologien mit DSL äußerst beliebt sind. Viele Anwendungen, wie die Übertragung von bewegten Bildern in Echtzeit und hoher Qualität (Streaming) rücken mit den Hochgeschwindigkeitsanschlüssen in greifbare Nähe. Damit wird der Weg für das Internet der Zukunft als multimediale Plattform mit neuen Dienstleistungen frei. So wie der Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt oder unsere Verkehrsmittel auf eine ausgeklügelte Infrastruktur angewiesen sind, steckt auch hinter den neuen Datennetzen eine Menge Know-how.

Ihre Hauptschlagadern sind die so genannte Backbones. Sie bündeln und übertragen Daten über große Entfernungen, die über die lokalen Netzwerke eingesammelt wurden. Ein Backbone verbindet zum Beispiel mehrere Großstädte und kann landesweite oder globale Ausdehnung haben. Um die zunehmende Datenflut dieser Highways im Netz zu bewältigen, setzt man auf Licht und Glasfaserübertragung mit einer besonderen Technik: Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM). Der Lichtstrahl, der durch die Glasfasern rast und der die Daten trägt, wird in seine verschiedenen

Wellenlängen zerlegt. Das funktioniert ähnlich wie die Zerlegung des Sonnenlichts in seine Spektralfarben mit einem Prisma. Über jede dieser Farben können dann Daten gesendet werden. Durch die gleichzeitige Übertragung verschiedener optische Signale über eine einzige Glasfaser werden sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten möglich.

Hier haben die Netzwerkspezialisten von Siemens einen Rekord zu vermelden: In China gelang die Übertragung von Live-Datenverkehr über eine Strecke von fast 1000 Kilometer ohne elektrische Regeneration des Signals. Für den Auftraggeber China Unicom wurde eine 160-Kanal-DWDM-Verbindung gebaut, auf der gleichzeitig 160 verschiedene Signale laufen können. Damit haben die Siemens-Techniker die Leistungsfähigkeit dieser Technik erneut unter Beweis gestellt.

Dr. Norbert Aschenbrenner | NewsDesk
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/pof

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