Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PartnerGrid unterstützt industrielle Kooperationsnetze

30.07.2007
Mit einem Konsortium aus Industrie- und Forschungspartnern hat das Fraunhofer IAO im Juni 2007 das Projekt PartnerGrid gestartet.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts wird auf Basis von Grid-Technologie eine Kooperationsplattform für industrielle Kooperationsprozesse entwickelt.

Entwurfs- und Produktionsprozesse in der Wirtschaft werden zunehmend arbeitsteilig gestaltet. Anstatt einen großen Teil der Wertschöpfungskette selbst abzudecken, konzentrieren sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen und kaufen einzelne Komponenten, Ausrüstung oder auch Dienstleistungen extern ein. Dadurch können nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch der jeweils kompetenteste Anbieter für jeden Teilprozess gewonnen werden. Die Herausforderung derartiger Kooperationsprozesse besteht darin, die entstehenden Schnittstellen zwischen den Unternehmen zu koordinieren und eine gemeinsame Nutzung geographisch verteilter Ressourcen zu ermöglichen.

Aus diesem Grund startet unter Leitung des Fraunhofer IAO gemeinsam mit den Industriepartnern MAGMA mbH, GNS mbH und GNS Systems mbH und den Fraunhofer-Instituten ITWM (Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik) und SCAI (Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen) sowie dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Juni 2007 das Projekt PartnerGrid. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Softwareplattform, die die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Zulieferern und Dienstleistern in einer virtuellen Organisation unterstützt.

Die neue Plattform basiert auf Grid-Technologie und ermöglicht damit den kollaborativen Austausch von wissenschaftlichen Instrumenten, Datenbanken und Sensoren in einer Art und Weise, die weit über die Technik des World Wide Web hinausgeht. So verfügt PartnerGrid über Mechanismen, die es erlauben, trotz Absicherung der beteiligten Rechner über Firewalls eine enge Zusammenarbeit zwischen den Rechnern herzustellen. Darüber hinaus zeichnet sich die Plattform durch ihre individuelle Anpassbarkeit an die Bedürfnisse industrieller Nutzer sowie durch maximale Flexibilität und Erweiterbarkeit aus.

Besonderes Anliegen von PartnerGrid ist es, die Nutzung von Grid-Technologie durch KMUs zu fördern, die komplexe IT-Infrastrukturen nicht selbst realisieren und dauerhaft betreiben wollen.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts werden verschiedene Szenarien entwickelt, die Kooperationsprozesse beteiligter industrieller Partner aufbauen und mit Grid-Technologie optimieren. Diese Szenarien werden den wirtschaftlich interessanten Einsatz der Grid-Technologie zeigen und somit zur Akzeptanz und Verbreitung der Technologie beitragen.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Fraunhofer IAO
Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Anette Weisbecker
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 (0) 7 11/9 70-24 00, Telefax +49 (0) 7 11/9 70-24 01
E-Mail: anette.weisbecker@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.partnergrid.de

Weitere Berichte zu: GNS Grid-Technologie Kooperationsprozess PartnerGrid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften