Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geometrische Algebra - Schneller zum Ergebnis

04.06.2007
Software und Software-Entwicklung werden in Deutschland zunehmend zu wettbewerbsbestimmenden Faktoren quer durch alle Branchen. Technische Software, wie sie beispielsweise im Engineering-Bereich zur Robotersteuerung eingesetzt wird, ist mitunter jedoch überaus komplex und ihre Entwicklung ein äußerst zeitaufwändiger Prozess.

Eine neuartige Technologie kann hier helfen, jede Menge Zeit und Kosten zu sparen: Die Geometrische Algebra. Der Vorteil: Software-Algorithmen können um ein Vielfaches kompakter gestaltet werden, der Entwickler kann bereits während der Entwicklung des Algorithmus visuell und interaktiv überpruefen, ob dieser korrekt funktioniert. Am 11. Juni 2007 stellt Dr. Dietmar Hildenbrand in seinem Vortrag "Geometrische Algebra und ihre Anwendung in der Robotik" diese neue Technologie an der Fachhochschule Aschaffenburg vor.

Bisher wird die Geometrische Algebra hauptsächlich an Universitäten eingesetzt. Nun soll sie Unternehmen helfen, bei der Entwicklung von technischer Software Zeit und Kosten zu sparen. Bislang müssen im technischen Bereich oft mehrere mathematische Systeme miteinander kombiniert werden, um ein Programm zu erstellen. Die geometrische Algebra jedoch vereinigt verschiedene mathematische Systeme in sich. So genügt ein einziges System, mit dessen Hilfe aus der geometrischen Intuition heraus gerechnet wird - ohne seitenweise Formeln verwenden zu müssen. So werden beispielsweise Kugeln, Kreise oder Ebenen zu mathematischen Sprachmitteln, mit denen direkt gerechnet werden kann. Auf diese Art und Weise wird der Software-Entwicklungsprozess erheblich vereinfacht und beschleunigt.

Dazu kommt, dass mit Hilfe der Geometrischen Algebra ein interaktives Entwickeln ermöglicht wird. Dies bedeutet, die Entwickler können das Ergebnis ihrer Arbeit sofort dreidimensional auf dem Bildschirm überprüfen und bereits während der Eingabe feststellen, ob der Algorithmus richtig funktioniert. "Diese Technologie sorgt inzwischen dafür, dass Berechnungen im Bereich Computer-Animation bis zu dreimal schneller ausgeführt werden können. Ein solches Performance-Ergebnis erwarten wir in Zukunft auch für andere Anwendungen", erklärt Dr. Dietmar Hildenbrand, Mitarbeiter am Fachbereich Informatik an der TU Darmstadt. "Da viele Problemstellungen aus Naturwissenschaft und Technik einen geometrischen Hintergrund besitzen, eignet sich die Geometrische Algebra für eine Vielzahl von Anwendungsfeldern. Wir arbeiten daran, diese Performance beispielsweise auch im Bereich Computervision und Robotik nutzbar zu machen."

... mehr zu:
»Algebra »Algorithmus »Geometrisch »Robotik

Am 11. Juni 2007 stellt Dr. Hildenbrand in seinem Vortrag "Geometrische Algebra und ihre Anwendung in der Robotik" die neue Technologie an der Fachhochschule Aschaffenburg vor. Dabei erlautert er zunächst die Grundlagen der Geometrischen Algebra und präsentiert als Beispiele aus der Robotik die Inverse Kinematik und den Greifprozess eines einfachen Roboters. Der Vortrag beginnt um 15.45 Uhr in Raum 26/2146.

Ansprechpartner:
Dr. Dietmar Hildenbrand
Technische Universitaet Darmstadt
Fraunhoferstrasse 5
64283 Darmstadt
Telefon: +49 6151 155-667
Fax: +49 6151 155-669
E-Mail: dietmar.hildenbrand@gris.informatik.tu-darmstadt.de

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdv.tu-darmstadt.degris.informatik.tu-darmstadt.de/~dhilden

Weitere Berichte zu: Algebra Algorithmus Geometrisch Robotik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik