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Freie Sicht im Informationsdschungel

18.04.2007
Um Projekte erfolgreich zu bearbeiten oder Entscheidungen zu treffen müssen Mitarbeiter umfassend über das entsprechende Sachgebiet informiert sein. Die Suche nach relevanten Informationen wird allerdings immer aufwändiger und kostenintensiver.

Zwar liefern Internet, Intranet und Datenbanken schier unbegrenzte Datenmengen zu allen denkbaren Themen, doch die relevanten Treffer herauszufiltern wird immer schwieriger. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien kommen gestressten Wissensarbeitern nun zu Hilfe. Einige dieser Werkzeuge stellt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD am 22. Mai 2007 im Rahmen der Science meets Business Veranstaltung "Unternehmenssuche 2.0 - strukturiert und schnell durch die Informationsflut" vor.

Vom einfachen Angestellten bis zum leitenden Manager verbringen heute immer mehr Mitarbeiter immer mehr Arbeitszeit damit, nach Informationen zu suchen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Accenture investieren Führungspersonen im Schnitt zwei Stunden pro Tag in die Informationssuche. Die Hälfte der Daten, die sie dabei finden, ist allerdings nicht relevant und damit wertlos. Durch diese Verschwendung von Arbeitszeit entstehen den Unternehmen immense Kosten. Die noch gesteigert werden, wenn am Ende die falschen Informationen verwendet werden, was nach der Accenture Studie immerhin 42 Prozent der Manager einmal wöchentlich passiert.

Abhilfe versprechen hier semantische Suchtechnologien und unternehmensweite Wissensdatenbanken. "Neue Informations- und Kommunikationstechnologien helfen Unternehmen dabei, das intern verfügbare Wissen zu strukturieren und allen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen," so Dr. Thomas Kamps, Leiter des Conweaver Entwicklungsteams am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD. Die von Kamps und seinem Team entwickelte Software Conweaver vernetzt das im Unternehmen verfügbare Wissen und ermöglicht so eine semantische, intelligente und verknüpfte Suche über alle Informationsquellen hinweg. "Mit nur einer Suchanfrage können die Mitarbeiter beispielsweise in der Kundendatenbank, im Intranet, im Dokumentenserver und im Produktkatalog gleichzeitig suchen. Auch die Übersetzungen des Begriffs oder damit zusammenhängende Themen werden gefunden," erklärt der Wissenschaftler. "Als Ergebnis liefert Conweaver ein übersichtlich strukturiertes Wissensnetz, das beispielsweise Ansprechpartner, Dokumente und Beschreibungen enthält."

Conweaver sowie weitere innovative Lösungen zur strukturierten und effizienten Informationssuche in Unternehmen stellt das Fraunhofer IGD bei der Science meets Business Veranstaltung

Semantics Day: Unternehmenssuche 2.0 - strukturiert und schnell durch die Informationsflut

am 22. Mai 2007 im Fraunhofer IGD in Darmstadt vor.

Renommierte Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren hier neue Entwicklungen, die Unternehmen einen Weg aus der Informationsüberflutung versprechen und so auch helfen Zeit und Kosten zu sparen. Beispielsweise gibt Dr. Uwe Schmid, Senior Expert im weltweiten Business Technology Office von McKinsey, in seiner Keynote Speech Einblick in die Herausforderungen einer gelungenen Unternehmenssuche und stellt technische Lösungen vor. Joachim Glaubrech von Google Germany präsentiert Google Services als Bausteine der Informationsvernetzung. Dr. Jörn Kohlhammer vom Fraunhofer IGD zeigt, wie neue Verfahren der graphischen Datenanalyse die semantische Unternehmenssuche, insbesondere im Hinblick auf quantitative Daten, qualitativ erweitert.

Das komplette Programm sowie ein Anmeldeformular zur Veranstaltung finden Sie im Internet unter http://www.conweaver.de.

Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro. Darin enthalten sind alle Tagungsunterlagen sowie ein Mittagsimbiss und Getränke. Für Studenten und Alumni des Fraunhofer IGD gilt eine reduzierte Gebühr von 75 Euro. Für Journalisten ist eine Teilnahme an der Veranstaltung selbstverständlich kostenlos, um Anmeldung wird aber gebeten.

Semantics Day
Unternehmenssuche 2.0 - Strukturiert und schnell durch die Informationsflut
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt

Zeit: Dienstag, 22. Mai 2007, 10.00 - 16.00 Uhr

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Dr. Thomas Kamps
Telefon: 0 61 51/1 55-6 51
E-Mail: thomas.kamps@igd.fraunhofer.de
Kurzprofil Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD betreibt angewandte Forschung im Bereich der graphischen Datenverarbeitung. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören unter anderem Visualisierung und Simulation, Animation, Modellierung, Virtuelle und Erweiterte Realität, Sicherheitstechnologien sowie Ubiquitous Computing. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Den Erhalt von Semantik über den gesamten Modellierungsprozess hinweg, die Wechselwirkung von Graphik und Vision sowie die Bearbeitung bibliothekarischer Fragestellungen im Kontext dreidimensionaler Modelle. Das Anwendungs-spektrum der innovativen Konzepte, Modelle und Praxislösungen reicht von Virtueller Produktentwicklung über Medizin und Verkehr bis zu Multimedialem Lernen und Training. Im Auftrag von Kunden entstehen Prototypen und Komplett-Systeme, die optimal auf deren spezifische Anforderungen abgestimmt sind. So entwickeln die dreizehn Abteilungen in Darmstadt, Rostock und Singapur neue Technologien, erstellen Studien und realisieren Anwendungen und Systeme (Hard- und Software), die sich durch hohe Benutzerakzeptanz, gute Bedienbarkeit und ergonomische Gestaltung auszeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungs-projekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in Industrie und Wirtschaft. Zahlreiche Ausgründungen gewährleisten, dass Prototypen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

Das Fraunhofer IGD kooperiert eng mit der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Graz und der Universität Rostock. Das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur, gegründet 1998, sichert die Präsenz auf den Zukunftsmärkten Asiens. Das Fraunhofer IGD beschäftigt in Darmstadt und Rostock rund 140 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unterstützt durch etwa 140 wissenschaftliche Hilfskräfte. Der Etat betrug 2006 über 14 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.conweaver.de
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a3

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