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Telemetrie liefert umfassende Daten über Wild- und Nutztiere

17.04.2007
Eine Innovation gefördert durch das BMWi-Programm "Netzwerkmanagement-Ost (NEMO)"

Von der regelmäßigen Überprüfung des Gesundheitszustandes und der körperlichen Fitness von Nutztieren mittels Telemetrie profitieren Tier und Halter gleichmaßen. Zoologen benötigen umfassende Daten und Interpretationshilfen zum Verhalten von Tieren in freier Wildbahn. Im Auftrag des BMWi unterstützte die AiF die im NEMO-Netzwerk Telemetrie zusammengeschlossenen mittelständischen Unternehmen bei der Entwicklung von Sensoren, die Informationen über den körperlichen Zustand von Tieren, ihren Aufenthaltsort und ihre Verhaltensweisen liefern.

Neue Mess-, Übertragungs-und Auswerteverfahren ermöglichen es, Tiere aus der Entfernung zu beobachten, Rückschlüsse auf ihren Zustand und ihr Verhalten zu ziehen und bei Bedarf einzugreifen. Der Haltungserfolg von Kühen kann ebenso geprüft werden wie der Trainingserfolg im Pferdesport. Jagd- und Suchhunde lassen sich mittels GPS orten. Afrikanische und südamerikanische Verhaltensforscher nutzen telemetrische Systeme für Untersuchungen der Fressgewohnheiten und der Revierabgrenzung von Wild.

Die gemeinsamen telemetrischen Forschungen von sechs mittelständischen Unternehmen aus der Region Berlin/Brandenburg haben zu weiteren Ergebnissen geführt: zur Entwicklung eines "unsichtbaren Lotsen" zur Entschärfung von Gefahrensituationen im Straßenverkehr. Ein zusätzliches Steuerelement in Verkehrsampeln wird bei Annäherung bevorrechtigter Fahrzeuge aus beliebiger Richtung in Echtzeit automatisch per Funk aktiviert. Es greift in die "Farbfolge" ein und sorgt so für ungestörte, (risiko)freie Durchfahrt von Polizei, Feuerwehr oder Rettungswagen. Telemetrische Systeme steuern auch variable Verkehrszeichen bei Staus.

Ansprechpartner: Manfred Aigringer, Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Wirtschaft (GFWW), Frankfurt/O., E-Mail: gs@gfww.de, Tel.: 0335 5571780

Pressearbeit: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF), Silvia Niediek, E-Mail: presse@aif.de, Tel.: 0221 37680-55

Silvia Niediek | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de
http://www.forschungskoop.de

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