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IT-Firmen in M-V denken in neuen Dimensionen

31.01.2007
Das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. (ZGDV), Rostock, ging unlängst erfolgreich aus dem vom Bundeswirtschaftsministerium ausgeschriebenen Förderwettbewerb "Netzwerkmanagement-Ost" (NEMO) hervor. Im jüngst gegründeten Netzwerk "Go-3D" wird das Institut künftig die Potenziale von kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen aus der Region bündeln und gemeinsame Aktivitäten koordinieren.

Die Aufbruchstimmung war nahezu greifbar! Anfang Januar 2007 kamen die Partner des vom ZGDV initiierten Netzwerkes "Go-3D - Effiziente Prozessketten für 3D-Computergraphik" zu einem ersten Treffen zusammen. Gemeinsam steckten sie Ziele und Erwartungen an die künftige Zusammenarbeit ab. Der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Erarbeitung technischer Lösungsbausteine und die Vermarktung von 3D-Software-Produkten der Netzwerkpartner sind wesentliche Schwerpunkte der Kooperation.

3D-Modelle sind heute Schlüsselanwendungen der graphischen Datenverarbeitung, die in verschiedenen Branchen eingesetzt werden. Ob es sich um die Entwicklung eines virtuellen Prototypen im Automobil- und Schiffbau handelt oder um den Aufbau von virtuellen Trainingswelten zur Abwehr von Gefahrensituationen wie Hochwasser oder Waldbrände - ohne die Computergraphik wäre derartige Entwicklungen nicht möglich.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind auf diesem Gebiet in den letzten Jahren richtungsweisende Lösungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen entwickelt worden. Ein Beispiel dafür sind die flexiblen Soft- und Hardwareprodukte für den Einsatz Virtueller Realität der Rostocker Firma OTLO VR Systeme GmbH. Diese und weitere Firmen wie CiS GmbH und MarineSoft GmbH werden über das Netzwerk unter anderem in den Bereichen Produktentwicklung, interaktive Trainingswelten und Geoinformationssysteme zusammenarbeiten und IT-Lösungen umsetzen - auch mithilfe aktueller Forschungsergebnisse der Wissenschaftler des ZGDV, des Fraunhofer IGD oder der Universität Rostock.

"Dass innovative Angebote im 3D-Umfeld von Firmen und Forschungseinrichtungen der Region entwickelt werden, ist keine Frage. Über eine engere Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung und Marketing lässt sich der Erfolg aber sicher noch deutlich steigern. Gerade die bundesweite oder gar internationale Vermarktung von Produkten kleiner und mittelständischer Unternehmen aus M-V ist noch immer eine Herausforderung", sagt Dr. Uwe von Lukas, Geschäftsstellenleiter des ZGDV Rostock und einer der Netzwerkmanager. "Mit "Go-3D" werden wir in Zukunft die unterschiedlichen Kompetenzen und Kapazitäten der Netzwerkpartner so bündeln, dass der wirtschaftliche Erfolg der einzelnen Unternehmen nachhaltig steigt", so von Lukas weiter. Langfristig ist es daher Ziel, das Netzwerk auch über die geförderte Laufzeit von drei Jahren hinaus als Kompetenzträger in Norddeutschland sowie im gesamten Ostseeraum zu etablieren.

"Go-3D" wird durch das Förderprogramm "Netzwerkmanagement-Ost" (NEMO) des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) unterstützt. Das ZGDV wurde als einer der Sieger des Auswahlverfahrens mit der Bildung und Leitung dieses Netzwerkes in Mecklenburg-Vorpommern betraut. In den kommenden drei Jahren koordiniert das Institut die Zusammenarbeit der teilnehmenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Kontakt:
Dr. Uwe von Lukas
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. (ZGDV), Rostock
Joachim-Jungius-Str. 11
18059 Rostock
Telefon: 03 81/40 24-1 50
E-Mail: uwe.von.lukas@rostock.zgdv.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien). Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungsnetzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.zgdv.de

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