Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisierung in der Validierung von Software

30.10.2006
Die Erhöhung der Effizienz und der Wettbewerbsfähigkeit sowie die gleichzeitige Reduzierung der Aufwendungen für den Validierungsprozess waren lange Zeit ein konfuses Ziel für die europäische Softwareindustrie. Im Rahmen des OMEGA-Projekts wurden die Instrumente und die Methodologie für die Entwicklung von Echtzeitsystemen und eingebetteten Systemen unter der Verwendung von UML erarbeitet. Damit wurde ein wichtiges Teil im Puzzlespiel an die richtige Stelle gerückt.

Die Unified Modelling Language UML schließt Bezeichnungen für die Beschreibung von strukturellen und anderen Verhaltensauffassungen einer Anwendung sowie plattformabhängige Informationen ein. Die Herangehensweise von OMEGA an das Thema Softwarequalität ist die Nutzung von UML für die Beschreibung eines einzigartigen Referenzmodells, von dem semantisch verwandte Modelle für Funktionalitäts-, Validierungs-, Leistungsanalysen und Implementierungen abgeleitet werden. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des OMEGA-Projekts eine angemessene und effektive Teilmenge der UML identifiziert, die für die Entwicklung reaktionsfähiger und eingebetteter Echtzeitsysteme genutzt werden kann.

Das Profil wurde in Phasen definiert. Dabei wurde mit einem so genannten Kernel-Modell begonnen, das eine nützliche einsatzbereite Teilmenge darstellt. Beim Kernel-Modell von OMEGA wird die statische Struktur bezogen auf Kategoriediagramme und Zustandsmaschinen mit einigen Erweiterungen und Einschränkungen beschrieben. Dies betrifft zumeist Assoziationen und Kommunikation. Eine Kategorie ist die Beschreibung einer Reihe von Objekten, die die gleichen Attribute, Operationen, Signale, Beziehungen und Semantik teilen. Die Zustandsmaschinen ihrer Kategorie definieren die Leistung der Objekte in einem System. Die Kategorien werden in aktiv und passiv unterschieden. Dabei haben die aktiven Kategorien ihren eigenen Kontrollmechanismus und die angegliederte Reihe von Ereignissen. Sie führen die Anfragen in einer Art von Run-to-completion aus. Das Kernel-Modell definiert die formelle Semantik für die Verifizierung des Verhaltens einer Reihe verwandter Kategorien und zugehöriger Zustandsdiagramme mit vorhandenen Instrumenten zur Überprüfung des Modells.

Das Verhalten des Systems wird mittels einer expliziten imperativen Funktionssprache beschrieben, die für die Bildung und den Abbau von Objekten, für die Kommunikation und die Beschreibung von mit Daten erweiterten Übergangssystemen verwendet wird. Die Kommunikation zwischen den Objekten wird entweder mittels asynchroner Signale oder mittels synchroner Handlungsaufforderungen durchgeführt, bei denen der Auffordernde blockiert wird, bis der Ruf beantwortet ist.

Das Kernel-Modell von OMEGA und weitere Ergebnisse verbessern die derzeitigen Instrumente und Methoden. Somit wird die Automatisierung in der Softwarevalidierung zusammen mit der Einheitlichkeit und Kohärenz der Verifizierungstools gefördert.

Dr. Bernhard Josko | ctm
Weitere Informationen:
http://www.offis.de

Weitere Berichte zu: Automatisierung Kernel-Modell OMEGA OMEGA-Projekts UML

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie