Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Microsoft bastelt an eigenen Prozessoren

20.10.2006
Entwickler-Tool testet Chips, ohne dass diese gebaut werden müssen

Der Softwareriese Microsoft hat Ende 2005 angekündigt, sich verstärkt um die Hardware kümmern zu wollen, wobei man damals noch offen lies, um welche Bereiche es sich handeln wird (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=051220002 ). Nachdem kürzlich ein Schwall von neuen Eingabegeräten präsentiert wurde, kündigt sich nun eine Überraschung an. Wie die New York Times berichtet, wurde in Redmond die "Computer Architecture Group" gegründet. Unter den Ingenieuren Rich Draves und Charles Thacker arbeitet eine Gruppe von Forschern an den Chips von morgen.

"Ein Grund für unser Engagement ist, dass sich Microsoft langsam Gedanken über das Design der nächsten Xbox-Generation machen muss", meint Thacker. Weiters soll die Spracherkennung im Fokus der Entwickler stehen. Neben dem PC-Geschäft hat sich in letzter Zeit ein Markt für Geräte mit speziellen Aufgaben entwickelt, darunter Spiele, Mobiltelefone und Unterhaltungselektronik. Da sich der Konzern auch in diesen Sparten betätigt, werden zunehmen mehr Hardware-Produkte selbst entwickelt. Die Produktion wird dann über Drittfirmen abgewickelt. Microsoft setzt die neuen Anstrengungen langfristig an.

In den vergangenen 20 Jahren waren die Produkte von Microsoft und Intel derart stark miteinander verwoben, dass sich der Spitzname "Wintel" gar als Bezeichnung für eine optimale Zusammenarbeit zweier Unternehmen etablierte. Da die Computerbranche jedoch raschen Veränderungen unterliegt und Anforderungen spezieller werden, will sich der Konzern nun selbst um die Prozessoren kümmern, die in Zukunft benötigt werden. Es seien historische Zeiten für die Computerindustrie, meint David Patterson von der Universität Kalifornien in Berkley. "Wir befinden uns mitten in einem revolutionären Wandel zur Parallelverarbeitung in Computern, der natürlich Hard- und Software betreffen wird." Von dieser Hochschule kommt außerdem das Tool, das Microsofts Ambitionen erst ermöglicht. Die Forscher konstruierten ein Entwicklungs-Tool, das es erlaubt, Chip-Designs kostengünstig zu testen, ohne dass sie tatsächlich gebaut werden müssen.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.microsoft.com
http://www.berkeley.edu

Weitere Berichte zu: Prozessor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie