Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Post stellt bei Briefzustellung auf RFID um

11.10.2006
Funketiketten werden mit e-Ink-Displays ausgestattet

Die Deutsche Post will ihre Transportbehälter für Briefe und Pakete zukünftig mit RFID-Technologie ausstatten. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) ist man derzeit dabei, Tags zu entwickeln, die nicht nur von RFID-Scannern passiv ausgelesen werden können, sondern auch mit einem projizierenden Display ausgestattet sind. Dies ist notwendig, damit Post-Angestellte wie bisher alle wichtigen Informationen einfach ablesen können. Bei der Darstellung der Daten setzt man dabei auf elektronische Tinte, wie sie beispielsweise in Sonys neuem elektronischen E-Reader (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060404043 ) eingesetzt wird.

"Derzeit werden für die Behälterkennzeichnungen Papiertags verwendet, die naturgemäß nur einmal benutzt werden können. Dabei fallen pro Jahr etwa 570 Mio. Tags an, die nur zum Wegwerfen bestimmt sind", erklärt Projektleiter Gerhard Stönner von der Deutschen Post im Gespräch mit pressetext. Die elektronischen Tags könnten hingegen über Jahre hinweg wiederverwendet werden. Zudem könnte dadurch das Behälter- und Zustellmanagement weiter verbessert werden, so Stönner. Aus Kostengründen sollen die Tags vier bis fünf Jahre zuverlässig funktionieren, was die Entwickler aufgrund der auftretenden Umwelteinflüsse vor große Herausforderungen stellt.

"Die Etiketten sind fest mit den Transportbehältern verbunden und so denselben Belastungen und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Auf der anderen Seite müssen sie allerdings auch extremen Kostenkonditionen genügen", umreißt Werner John vom Fraunhofer Institut IZM die Problematik. Der Kostenfaktor stellt neben der Lösung der technischen Aufgabenstellung auch für die Deutsche Post der Knackpunkt dar. "Das System wird natürlich nur eingeführt, wenn es sich wirtschaftlich bewähren kann", meint Stönner. Gegenüber pressetext zeigte er sich jedoch zuversichtlich, dass zumindest die technischen Herausforderungen bis zum vorläufigen Ende des Projektes im September 2008 bewältigt werden können. Das Problem der Energieversorgung scheint jedenfalls bereits gelöst: Beim Scannen werden die Tags nicht nur gelesen, sondern gleichzeitig auch mit Strom versorgt.

... mehr zu:
»RFID »RFID-Technologie »Tags

Im Gegensatz zu den deutschen Kollegen ist man bei der Österreichischen Post mit dem derzeitigen Strich-Code-System zufrieden. "RFID-Technologie wird zwar auch in unserem Unternehmen im Rahmen der Qualitätssicherung eingesetzt. Ein Projekt im Behältermanagement wurde aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht umgesetzt", erklärt Walter Hitzinger, Vorstandsdirektor Produktion und Logistik der Post, auf Anfrage von pressetext. Die Leistungsfähigkeit von RFID sieht Hitzinger nicht auf den Ersatz der Strichcode-Funktion beschränkt. Die Technologie sei verhältnismäßig aber immer noch sehr teuer und bisweilen auch zu wenig zuverlässig, so Hitzinger.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.deutschepost.de
http://www.fraunhofer.de
http://www.post.at

Weitere Berichte zu: RFID RFID-Technologie Tags

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie