Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FEMZIP entwickelt sich zum Standard für die Kompression numerischer Simulationsergebnisse

28.09.2006
Einlesezeit bei Postprozessoren sinkt um die Hälfte

FEMZIP entwickelt sich zum Standard für die Kompression numerischer Simulationsergebnisse. Die vom Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) entwickelte Software komprimiert die Simulationsergebnisse von Crash-Programmen bis auf ein Zehntel ihrer Originalgröße.

FEMZIP bietet seinen Anwendern wesentliche Vorteile: "Unsere Kunden sparen Kosten für Speicherplatz und können die Auslastung ihrer Netzwerke drastisch senken," sagt Clemens-August Thole, Abteilungsleiter Numerische Software am Fraunhofer SCAI. Eine einzige Aufprall-Simulation in der Automobilindustrie belegt oft mehrere Gigabyte Speicherplatz. In einem Jahr kommt ein Fahrzeughersteller auf eine Datenmenge bis zu 100 Terabyte. Die Speicherung und Nutzung dieser großen Datenmengen ist in der Praxis zu einem erheblichen Problem geworden.

Die mit FEMZIP komprimierten Daten können von einer steigenden Anzahl von Postprozessoren - das sind Programme zur Visualisierung und Analyse umfangreicher Berechnungsergebnisse - direkt eingelesen werden. Ein großer Gewinn hierbei: "Die Einlesezeiten für komprimierte PAM-CRASH®-Datein können mit unserem Postprozessor Animator3 enorm verkürzt werden", berichtet Stefan Hanson, Geschäftsführer der Gesellschaft für numerische Simulation (GNS) in Braunschweig. Wie die Volkswagen AG kürzlich gemessen hat, sind sogar Zeitersparnisse von über 50 Prozent gegenüber den Originaldateien möglich. Dort berechnete man mit dem Programm PAM-CRASH® ein Automobil-Modell mit 1.031.990 Knoten und erzeugte eine Ergebnisdatei (DSY-Datei), die man in GNS-Animator3 einlas. Ein Rechner mit Dual Intel®-Xeon-CPU (3,06 GHz) benötigte dazu 34 Sekunden gegenüber 69 Sekunden bei der Original-Datei.

Bislang komprimiert FEMZIP die Crash-Simulationsergebnisse der Programme LS-DYNA® (FEMZIP-L) und PAM-CRASH® (FEMZIP-P). Es ist jedoch geplant, auch weitere Ergebnisdaten aus FEM(Finite-Element-Methode)-Simulationen komprimieren zu können. Standardkompressionsprogramme sind zwar gängig und weit verbreitet. Im Falle von Simulationsergebnissen erreichen sie aber nur eine geringfügige Reduktion des Datenvolumens.

Michael Krapp | idw
Weitere Informationen:
http://www.scai.fraunhofer.de/femzip.html
http://www.gns-mbh.com
http://www.dynamore.de

Weitere Berichte zu: FEMZIP Kompression Postprozessor Simulationsergebnis Speicherplatz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise