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Identtechnik für „Elektronischen Tierpass“ in Schleswig-Holstein

16.01.2002


Mit dem „Elektronischen Tierpass“ soll der Lebenslauf von Nutztieren wie Rinder und Schweine lückenlos dokumentiert und kontrolliert werden können – vom Erzeuger bis zum Verbraucher. Dazu beteiligt sich Siemens Automation & Drives (A&D) gemeinsam mit der Bundesdruckerei, Infineon und Orga an einer Machbarkeitsstudie des Landes Schleswig-Holstein. Mit Hilfe des Tierpasses soll die Seuchenprävention verbessert und der Landwirt bei Tierzucht, Gesundheitspflege und Überwachung seines Tierbestands unterstützt werden. Das Projekt, bei dem die Bundesdruckerei die Projektführung übernommen hat, wurde öffentlich erstmals auf der „Grünen Woche“ (11. - 20. Januar 2002 in Berlin) vorgestellt – auf dem Stand „Qualitätstore“ des Ministeriums für ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Die offizielle Vorstellung erfolgte am 13. Januar durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis.



Die zu überwachenden Tiere sollen über einen Kunststoffanhänger, auf dem der individuelle Lebenslauf abgespeichert ist, identifiziert werden. Der Kunststoffanhänger wird zusätzlich auf der Ohrmarke befestigt, den Rinder und Schweine in Deutschland tragen müssen. Eine zusätzlichen Belastung für das Tier entsteht dadurch nicht. Über Handleser oder beim Durchgang durch ein „Qualitätstor“ werden die Kunststoffanhänger mit so genannter berührungsloser RF-(Radio Frequency)-Identtechnik gelesen oder beschrieben.



Siemens A&D als einer der Projektpartner liefert die Identtechnik für den Kunststoffanhänger: In dieser Technik verfügt Siemens über langjährige Erfahrung und hat bereits eine Reihe von Systemen für unterschiedlichste Anwendungen entwickelt – vor allem für die industrielle Produktion sowie die Logistik. Hier wie auch beim Elektronischen Tierpass bestehen erhöhte Anforderungen an berührungslose Identsysteme, beispielsweise Unempfindlichkeit gegen Verschmutzung und Temperaturschwankungen. Unter dem Produktnamen Moby bietet Siemens mehrere anwendungsspezifische Identsysteme an, die unter härtesten Produktions- und Umgebungsbedingungen einsetzbar sind. In der industriellen Produktion wird Moby beispielsweise für Werkstückträger und Werkzeuge in Montagelinien eingesetzt, in der Logistik und Distribution etwa für Container, Boxen und Ladungsträger und in verkehrstechnischen Anwendungen zum Beispiel für U- und S-Bahnsysteme. Die Übertragungsreichweite liegt je nach System zwischen wenigen Zentimetern und drei Metern.

| Siemens
Weitere Informationen:
http://www.ad.siemens.de/moby

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